Das Kawasaki-Projekt überzeugte ihn nicht mehr und Jonathan Rea nutzte den von Toprak Razgatlioglu frei gewordenen Platz, um bei Yamaha zu unterschreiben. Eine schwierige Entscheidung, da er einen bis 2024 gültigen Vertrag hatte und Akashis Haus nicht leichtfertig verließ. Aber er dachte darüber nach, was das Beste für seine Karriere sei: nach einem Jahr, in dem er nur ein Rennen gewann, wieder regelmäßiger zu gewinnen. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Wahl des R1 richtig war.
Superbike, Rea und die Stärke von Ducati
Auch im Jahr 2024 geht Ducati als Favorit mit dem amtierenden Meister Alvaro Bautista an den Start, der aufgrund der neuen Regelung zur Gewichtsbeschränkung für Motorradfahrer mit Kilos an „Ballast“ an den Start gehen muss. Es wird interessant sein zu sehen, ob der Spanier davon betroffen sein wird oder ob er seine Panigale V4 R wie gewohnt ausnutzen kann.
Im Interview mit Bikesportnews gab Rea zu, dass es für ihn nicht besonders gut war, auf der Geraden von Bautista überholt zu werden: „Wenn so etwas passiert, ist das sehr frustrierend und demoralisierend. Wenn der Gashebel auf 100 % steht, kann man keinen Unterschied machen und das Motorrad schafft es. Hier mussten wir einen Schritt nach vorne machen“.
Die Vorzüge von Borgo Panigale
Der sechsmalige SBK-Weltmeister würdigt die Verdienste von Ducati, besser gearbeitet zu haben als die Konkurrenz, insbesondere die japanische: „Wenn man ein 44.000-Euro-Fahrrad gegen ein 20.000-Euro-Fahrrad fährt, gibt es einen großen Unterschied bei den Komponenten. Aber ich finde es nicht unfair. Herzlichen Glückwunsch an Ducati, sie haben hervorragende Arbeit geleistet. Es ist schwierig, den Geist des Reglements zu respektieren, wenn andere Hersteller diese Philosophie nicht verfolgen. Bei Wettbewerben ist es schwierig, für Spaß und Fairness zu sorgen. Für die Organisatoren ist es nicht einfach, es allen recht zu machen, aber wir danken Ducati dafür, dass sie ein phänomenales Motorrad gebaut haben“.
Der Hersteller aus Borgo Panigale ist derjenige, der am meisten und am effektivsten investiert hat und sowohl in der MotoGP als auch in der Superbike- und Supersport-Klasse die Spitze erreicht hat. Die Konkurrenten waren der Aufgabe nicht gewachsen und mussten technisch eingreifen oder Änderungen im Reglement fordern.
Foto: Aruba Racing Ducati