In der MotoGP wurden Zugeständnisse eingeführt, um den Herstellern mit den größten Schwierigkeiten zu helfen, insbesondere Yamaha und Honda. Es war nicht einfach, eine Einigung zu erzielen, aber am Ende wurden die Vorschriften geändert. KTM zögerte, Kontakt zu den japanischen Herstellern aufzunehmen, kann aber teilweise zufrieden sein, da es sich immer noch in einer Situation befindet, die es ihm ermöglicht, gegenüber Ducati etwas Boden gutzumachen.
MotoGP, Ducati ohne Wildcards: Beirers Kommentar
Aufgrund seiner Dominanz stehen dem Unternehmen aus Borgo Panigale weniger Reifen für die Tests zur Verfügung: 170 im Vergleich zu den 220 des KTM-Aprilia-Paares und den 260 von Yamaha und Honda. Darüber hinaus wird es keine Wildcards geben. Stattdessen stehen den Teilnehmern jeweils 6 zur Verfügung.
Pit Beirer, Motorsportdirektor von KTM, äußerte sich dazu Speedweek über die Tatsache, dass wir bei einigen Grand Prix im Kalender keinen weiteren Desmosedici GP sehen werden: „Wenn acht Ducatis am Start sind, verstehe ich nicht, warum sie ein neuntes Motorrad mit einer Wildcard brauchen. Auch wenn Ducati unter der aktuellen Regelung nahezu keine Verluste erleiden wird, gibt es sich nun den Eindruck eines großen Märtyrers„.
KTM holt 2024 den Titel?
Beirer betont, dass das Bologneser Unternehmen durch die neuen Konzessionen nicht besonders belastet werde und sich daher nicht beschweren dürfe. Sie gibt aber auch zu, dass Ducati in den letzten Jahren besser gearbeitet hat und sie sich aus diesem Grund in einer vorteilhaften Situation befand: „Er hat einen tollen Job gemacht. Ich habe in meinen Interviews oft darüber gesprochen. Sie fanden drei Kundenteams als Partner, die sich für dieses Produkt entschieden„.
Der Ducati-Erfolg ist absolut verdient, niemand kann dagegen streiten. Die Anwesenheit von acht Desmosedici-GPs ist nicht das Ergebnis einer wer weiß welcher „Verschwörung“, sondern der Fähigkeit, einen besonders wettbewerbsfähigen und attraktiven Prototyp zu schaffen. Ein Satellitenteam strebt nach Ergebnissen und verlässt sich daher auf das bestmögliche Produkt. KTM wiederum macht einen tollen Job und hat die Möglichkeit, bereits 2024 ganz nah dran zu sein. Wir werden sehen, ob es mit seinen Fahrern um den Titel mithalten kann.
Foto: KTM Racing