Die JuniorGP-Saison ist vorbei, der erste Vorgeschmack auf die Moto3-Weltmeisterschaft. Tatsächlich wird Nicola Carraro wieder in der Weltmeisterschaft an den Start gehen, dieses Mal allerdings nicht als Ersatzmann im Rennen wie 2022, sondern von Anfang an, inklusive aller Wintertests. Der erste fand in Valencia kurz nach dem letzten GP des Jahres statt, ein einzigartiger Tag, an dem Carraro mit den Pirelli-Reifen und MTA Racing, seinem neuen Team, in Berührung kam. Wir haben uns mit dem Fahrer aus Padua unterhalten, um mehr über diese ersten Tests im Hinblick auf 2024 zu erfahren. Hier ist, was er uns erzählt hat.
Moto2 und Moto3 stellen mit Pirelli, Zeiten und Neuigkeiten bereits Rekorde auf
Nicola Carraro, wie lief es in Valencia?
Jemand hatte neue KTMs, ich fuhr mit dem 2023er Motorrad, mit dem Ivan Ortola gerade die Saison beendet hatte. Dieser Test war allerdings nicht für die Zeiten wichtig, sondern vor allem, weil wir die neuen Reifen ausprobiert haben und ich muss sagen, dass ich mich sofort gut gefühlt habe. Auch die Arbeitsweise des Teams hat mir sehr gut gefallen.
Ein erster Anpassungstest also.
Genau. Es hatte keinen Sinn, das Fahrrad in die Hände zu bekommen, wenn das neue völlig anders sein wird. Es half uns zu verstehen, wie wir arbeiteten, wie ich meine Gefühle auf dem Motorrad ausdrücken konnte und wie die Gefühle zwischen mir und meinem Crewchef Frigno waren [Federico Fergnani], was ich bereits weiß. Das Team war zur Hälfte fertig, weil Nepa nicht da war, aber in der Zwischenzeit kam ich mit meiner Gruppe sehr gut zurecht.
Nicola Carraro, wie sind die Pirelli-Reifen?
Sie haben eine andere Größe, sie sind etwas größer. Das Gefühl mit der Bremse in der Kurvenmitte hat mir sehr gut gefallen, ein viel „Kontaktgefühl“. Ich habe dann auch die Leistungen gesehen: Zwar war die Meisterschaft zu Ende, aber Holgado fuhr etwa eine Sekunde schneller! Es gibt einiges Gutes, aber wir werden es später sehen, wenn wir auch nach Portimao und Jerez fahren.
Haben Sie auch nach einem Angriff auf die tatsächliche Zeit gesucht?
Nein, wir haben es in Ruhe gelassen. Aber am Ende habe ich nach 18 Runden meine Bestzeit auf harten Reifen gefahren! Das bedeutet, dass ich am Start noch arbeiten muss, am zusätzlichen Grip mit neuen Reifen. Ich habe keinen besonderen Verschleiß festgestellt, aber wir werden auf jeden Fall an den Motorrädern arbeiten müssen, um sie optimal an die neuen Reifen anzupassen.
Nicola Carraro, was sind jetzt die Pläne?
Ich arbeite, helfe meinem Vater, trainiere aber auch weiterhin im Fitnessstudio. Bald fahre ich nach Spanien, nach Cartagena, um noch mehr zu trainieren, da es hier schon 3° C ist. Dann mache ich eine Pause für die Weihnachtsferien und Anfang Januar geht es wieder los, wir müssen uns vorbereiten Gut für die neue Saison.
Foto: Valter Magatti