Superbike, wird Jonathan Rea mit Yamaha gewinnen? Sofuoglu ist skeptisch

Bis zum Abschied von Jonathan Rea von Kawasaki bleibt nur noch eine Runde. Neun Jahre zusammen mit sechs Weltmeistertiteln für Fahrer und ebenso vielen Herstellern, eine schöne Geschichte. Doch auch schöne Geschichten enden und der Fahrer beschließt, trotz eines ebenfalls bis 2024 gültigen Vertrages zu gehen. Ein einvernehmlicher Beschluss, der ihm dann erlaubt, einen Zweijahresvertrag bei Yamaha zu unterzeichnen.

Superbike, wie wird Rea mit Yamaha weitermachen?

Der sechsmalige Superbike-Weltmeister sah nicht die richtigen Aussichten, das Kawasaki-Projekt weiter voranzutreiben. Trotz aller Bemühungen des Teams ist die Ninja ZX-10RR vielleicht ein Motorrad, das den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht hat. Die Firma Akashi müsste vermutlich ein neues produzieren, um wieder auf Erfolgskurs zu kommen, doch eine solche Absicht scheint es im Moment nicht zu geben. Wir hoffen auf einige zukünftige Änderungen im Reglement, die es uns ermöglichen, näher an die Spitze zu kommen.

Rea glaubt, dass das Yamaha-Projekt besser ist und das gibt ihm mehr Zuversicht für die kommenden Jahre. Angesichts der Tatsache, dass Toprak Razgatlioglu manchmal mit Alvaro Bautista konkurrierte, glaubt er, dass er bessere Erfolgschancen hat, als wenn er bei Kawasaki bleiben würde. Auch Andrea Locatelli kommt mit der R1 gut zurecht und auch die Fahrer des GRT-Teams tauchen teilweise auf interessanten Positionen auf. Das Potenzial erscheint auf jeden Fall überlegen. Jonny muss sich schnell an das neue Fahrrad gewöhnen können.

Sofuoglu ist nicht überzeugt

Kenan Sofuoglu, Manager und Mentor von Razgatlioglu, glaubt, dass Rea auf Schwierigkeiten stoßen könnte: „Ich glaube nicht, dass es ihm leicht fallen wird, sich anzupassen – sagte er zu Speedweek – nach neun Jahren mit einem anderen Fahrrad. Nach vier Jahren bei Yamaha müssen auch wir bei BMW viel Neues machen, Toprak wird seinen Stil anpassen müssen. Aber für Jonathan wird es insgesamt schwieriger sein„.

Die World-Supersport-Legende weiß, dass Razgatlioglu auch bei BMW einen Anpassungsprozess durchlaufen muss, glaubt aber, dass dieser deutlich weniger kompliziert sein wird als der von Rea: „Jonny ist einer der talentiertesten im Fahrerlager und wird weiterhin um das Podium kämpfen. Aber Bautista und Toprak zu schlagen wird sehr schwierig sein. Vielleicht motiviert ihn die neue Herausforderung zusätzlich„. Nur die Zeit wird die Antworten geben.

Foto: Kawasaki Racing