Saudi-Arabien GP F1: Auch bei Red Bull gibt es einige technische Zweifel

Formula 1, Red Bull

Ferraris Entscheidung, den ICE (den endothermischen Motor) bei beiden Autos nach den ersten Trainingssitzungen des GP von Saudi-Arabien (Details hier) zu ersetzen, sorgte für Überraschung und Verwirrung. Wir sind gerade beim zweiten der 23 Läufe der F1-Weltmeisterschaft und nur drei Einheiten sind für die gesamte Saison erlaubt. Die Einführung zusätzlicher Leistungseinheiten würde zu Strafen im Startraster führen, die auf der Grundlage der Art der eingeführten Komponente festgelegt werden. Wir erinnern daran, dass bei den Einsitzern der Oberklasse die Antriebseinheit aus zahlreichen Details besteht. Es gibt den Verbrennungsmotor (ICE), MGU-H (Gasturbinentriebwerk), MGU-K (Elektromotor), Kers, Steuergerät und Batterien. Ferrari hat bekannt gegeben, dass es sich um eine „aufsichtsrechtliche“ Entscheidung handelt. Aber nach dem Ausfall von Charles Leclerc in der Anfangsphase des GP von Bahrain ist klar, dass es viele Zweifel in der italienischen Garage gibt.

Sogar Red Bull verändert die Stücke

Aber auch auf der Red Bull-Quelle läuft nicht alles glatt. Das F1-Weltmeisterteam mit Max Verstappen erwischte mit dem Doppelsieg in Bahrain einen tollen Start, mit sehr großen Lücken zu Lasten aller Konkurrenten, einschließlich Ferrari. Aber am Vorabend des Jeddah GP, der auf dem schnellsten Stadtkurs im Kalender ausgetragen wird (250 km/h Durchschnitt pro Runde!), wurden einige Komponenten der Antriebseinheit am RB19 von Sergio Perez ausgetauscht. Die Pressemitteilung der FIA informiert, dass das anglo-österreichische Team die Batterie, das Steuergerät und auch das Getriebe gewechselt hat. Für die ersten beiden Teile ist das Staffellimit bereits erreicht. Wenn man bedenkt, dass noch 22 GPs zu fahren sind, ist klar, dass auch für den Mexikaner mehrere Handicap-Starts angenommen werden können.

Die Stücke werden immer noch gut sein

Offensichtlich können die ausgetauschten Komponenten, wie im Fall von endothermen Ferrari-Motoren, später nicht mehr verwendet werden. Das aus dem RB19 von Sergio Perez ausgebaute Steuergerät, die Batterie und das Getriebe wurden bereits zur eingehenderen Prüfung in die Rennabteilung nach Milton Keynes (GB) geschickt.

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Foto: Red Bull Racing