Für Sonntag war auf Phillip Island allgemein widriges Wetter vorhergesagt worden, die MotoGP-Show wurde auf nächste Woche verschoben, wenn die Weltmeisterschaft in Thailand Halt macht. Die Absage des Sprintrennens dürfte Francesco Bagnaia zugute kommen, der nach dem gestrigen Sieg seinen Vorsprung vor Jorge Martin auf +27 festigt, wobei bis zum Ende der Saison 2023 noch vier Grands Prix verbleiben.
Jorge Martin landet den Schlag im „Short Race“ in Australien. Am Samstag erwies er sich als der Schnellste, schade, dass der weiche Hinterreifen die Pläne zunichte gemacht hat. Schlechtes Wetter erzwang die Absage des Sprints, der bereits auf Sonntag verschoben worden war, um die Folgen der widrigen Bedingungen zu minimieren. Der Teammanager von Pramac Racing, Gino Borsoi, akzeptiert die Entscheidung der Rennleitung bereitwillig, auch wenn in seinem Mund noch ein wenig Bitterkeit verbleibt.
Kommentare von Borsoi und Tardozzi
Der persönliche Fehler von „Martinator“ in Indonesien und die falsche Strategie am Samstag in Australien riskieren, das Rennen um den MotoGP-Titel zu ruinieren …“Sie stoppten die Moto2, weil der Wind zunahm, die Bedingungen kritischer waren als beim Start, der Wind gleich oder schlechter war. Es ist nicht gut für uns, aber es ist richtig – sagt Borsoi zu Sky Sport MotoGP –. Martin war bereit, unsere Fahrer wollten Rennen fahren, aber ich verstehe, dass die meisten Teams nicht fahren wollten. Keine Abstimmung, es war eine Entscheidung der Rennleitung„.
Lenovo Ducati nutzt die Situation aus und sieht das Duell zwischen Francesco Bagnaia und Jorge Martin auf die nächste Runde in Thailand in fünf Tagen verschoben. Davide Tardozzi betont, dass die Sicherheit der Fahrer Vorrang vor der Meisterschaftswertung hat. „In diesen Fällen müssen wir an die Sicherheit der Piloten denken. Dann gibt es diejenigen, die über die Interessen der Meisterschaft nachdenken, aber wir denken zuerst an die Fahrer. Ich weiß nicht, was Gino Borsoi gesagt hat … Aber in diesen Fällen müssen wir an die Sicherheit der Piloten denken – unterstreicht der Teammanager des Ducati-Werksteams –. Die Ankunft in der ersten Kurve mit 320 km/h und plötzlich einsetzendem Wind und Böen halte ich für sehr gefährlich. Hier im Fahrerlager haben wir keine Vorstellung davon, wie stark der Wind in Kurve 1 und Kurve 3 ist. Wenn sie die Moto2 gestoppt hätten und der Wind zugenommen hätte, halte ich die Entscheidung der Rennleitung für richtig„.
Foto: Ducati Corse