Der Countdown beginnt im Hinblick auf den ersten MotoGP-Test im Jahr 2024, wenn Fahrer und Testfahrer in Sepang auf die Strecke gehen werden. Wie beim letzten Einsatz in Valencia werden alle Augen auf Marc Marquez gerichtet sein, der sich nach den letzten schwierigen Jahren bei Honda rehabilitieren möchte. Nach elf Saisons auf der RC213V will der achtmalige Champion mit der Desmosedici GP23 den Weg zurück auf das Podium finden. Es ist schwer vorstellbar, den Weltmeistertitel zu gewinnen, aber es wird sicherlich allen ein Dorn im Auge sein, auch Francesco Bagnaia und Jorge Martin.
Marquez-Spitze zum Scheitelpunkt
Vor etwas mehr als einer Woche besuchte Marc Marquez das Hauptquartier von Borgo Panigale. Ein kurzer Rundgang, der uns sofort an eine mögliche Verlängerung des Direktvertrags mit dem emilianischen Hersteller für 2025 denken ließ. Nichts davon, sondern nur ein „Protokollbesuch„Mehr als alles andere sind Themen die Motivation“Techniken„. Auf jeden Fall sind Gigi Dall’Igna und die technischen Leiter des Red-Teams sehr neugierig darauf, seine Telemetrie unter die Lupe zu nehmen und zu verstehen, wie weit der ehemalige HRC-Fahrer kommen kann. Das mediale Gewicht ist im Ducati-Umfeld sicherlich spürbar, während der Präsentation des offiziellen Teams in Madonna di Campiglio wurde sein Name ständig wiederholt.
Nicht nur Pecco Bagnaia und Enea Bastianini wurden auf den Neukauf von Gresini Racing angesprochen. Auch der CEO hat darüber gesprochen. Claudio Domenicali im Flash-Interview mit DAZN. „Marc Marquez ist ein Fahrer, der keiner Vorstellung bedarf. Seit dem Valencia-Test war er sehr schnell. Ich bin sicher, dass er Rennen gewinnen kann und ein Anwärter auf den Titel sein wird„. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Desmosedici GP24 einen technischen Bruch gegenüber der Vorgängerversion schaffen kann. Darüber hinaus ist die langjährige Erfahrung des amtierenden MotoGP-Champions ein nicht minder wichtiger Faktor, obwohl alle Daten kostenlos sind und von Ducati-Fahrern eingesehen werden können. „Bagnaia wird also sehen, wie Marquez fährt, und Marc wird sehen, wie Pecco fährt“, erinnert sich Domenicali.
Keine Bremsen von Borgo Panigale
Ducatis Widerwillen, dem Team Befehle zu erteilen und keine Mauern zwischen seinen Fahrern zu haben, ist bekannt. Eine Praxis, die laut CEO auf Unternehmensebene für sein Unternehmen von Vorteil ist, auch wenn Marquez einem anderen Team und nicht dem Werksteam angehört. „Für Ducati wird es sehr nützlich sein, zu sehen, wie Marquez fährt, um zu verstehen, wie man das Motorrad verbessern kann. Denn er ist auch ein erfahrener Fahrer und hat viel Talent„. Er hat nicht die Absicht, sich die Flügel zu stutzen, sollte er anfangen, Pecco, Jorge oder wer auch immer er sein mag, zu beunruhigen. „Wir unterstützen alle unsere Fahrer, damit sie auf faire Weise miteinander konkurrieren können – versichert Claudio Domenicali -. Und möge der Beste gewinnen„.
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