In den letzten Monaten diskutierten Hersteller, Dorna und FIM über die Regeln für die Zukunft der MotoGP. Bekanntlich gibt es eine technische Regelung, die Ende 2026 ausläuft und deren Ziel es ist, schnellstmöglich eine Einigung zwischen den Parteien über die verschiedenen Punkte zu erzielen. Es ist nicht einfach. Eines der derzeit diskutierten Themen betrifft Zugeständnisse, die Honda und Yamaha bereits 2024 ausnutzen wollen.
MotoGP, KTM lehnt Zugeständnisse ab: Beirer spricht
Während sich Ducati bereit gezeigt hat, seinen japanischen Konkurrenten einige Vorteile zu gewähren, zögert KTM, dasselbe zu tun. Pit Beirer war in diesem Sinne sehr deutlich: „Bei KTM sind wir absolut gegen Zugeständnisse – sagte er zu Speedweek – weil es bereits Regeln gibt. Durch diese Regelung stiegen Aprilia 2015 und KTM 2017 in die Meisterschaft ein. Ein Neuankömmling bekommt einige gute Vergünstigungen und man muss lange durch schlechte gehen, bevor man neue Zugeständnisse bekommt. Wenn Sie ohne Zugeständnisse Rennen fahren und Vollmitglied der MotoGP sind, müssen Sie sich einer harten Konkurrenz stellen. Wir sind gegen Zugeständnisse, Punkt„.
Der Motorsportdirektor von KTM brachte eine klare Position zum Ausdruck, seiner Meinung nach bestehe keine Notwendigkeit, in das Reglement einzugreifen, weder um den japanischen Herstellern zu helfen noch um Ducati auszubremsen: „Ducati hat in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet und wir möchten nicht, dass dies ausgebremst wird. Wir müssen uns anstrengen. Honda hat 2023 ein Rennen gewonnen. Ist die Verfassung so schlecht, dass Zugeständnisse nötig sind? Quartararo holte drei Podestplätze und in Sepang lagen zwei Yamahas vor der besten KTM. Ihnen sollten keine großen Vorteile eingeräumt werden. Freie Motorenentwicklung, zwei zusätzliche Motoren und ein zusätzliches Aerodynamik-Update sind allzu großzügige Hilfen. Ich möchte die Diskussion beenden, denn die aktuellen Regeln sind in Ordnung„.
Aerodynamik zum Wandel
Beirer findet, dass Honda und Yamaha in den letzten Jahren nicht gut investiert haben: „Wenn man Geld in die Gehälter der Fahrer investiert und nicht in die Entwicklung der Motorräder, wird man früher oder später einen Preis zahlen müssen„.
Der KTM-Topmanager ist überzeugt, dass die Aufmerksamkeit woanders liegen sollte: „Es wäre besser, darüber zu diskutieren, wie eine übermäßige aerodynamische Entwicklung und die Vorrichtungen zur Regulierung der Höhe des Motorrads beseitigt werden können, sowie das Problem des Reifendrucks zu lösen. Wenn man das Fahrrad wieder in die Hände der Fahrer gibt, können sie immer noch einen Unterschied machen„.
Foto: KTM