MotoGP, KTM bläst Techniker zu Ducati. Guidotti: “Sie haben sich ihnen angeboten”

KTM legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft in der MotoGP und auf dem Motorradmarkt. Das Mattighofener Unternehmen baut seine Marken weiter aus und hat kürzlich auch die Mehrheit der Anteile an MV Agusta übernommen. Er tat dies bei der Pierer Mobility AG, dem Unternehmen von CEO Stefan Pierer, der 1992 damit begann, der Marke KTM ihren alten Glanz zurückzugeben. 2012 hatte er zuvor Husqvarna von BMW gekauft und 2020 die spanische GasGas zu 100 Prozent übernommen. Und im MotoGP-Paddock beginnt es, nicht nur die Fahrer, sondern auch die Techniker und Manager anzusprechen.

KTM wie ein Lauffeuer

In nicht allzu ferner Vergangenheit versuchte die österreichische Marke mit einem (abgelehnten) Angebot an Audi und den Volkswagen Konzern auch Ducati in die Finger zu bekommen. Auch von einem gewissen Interesse an Triumph war die Rede, doch mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union scheiterte das Projekt. Das Unternehmen Borgo Panigale ist weiterhin ein Bezugspunkt für KTM-Männer in der MotoGP. Nach der Verpflichtung von Fabiano Sterlacchini und Francesco Guidotti werden bald weitere wichtige Persönlichkeiten in die Box von Red Bull einziehen. Darunter Alberto Giribuola und Cristhian Pupulin, jeweils Crewchef von Enea Bastianini und Johann Zarco. Neben Jack Miller, der nach fünf Saisons auf der Desmosedici die Entwicklung des RC16-Prototyps unterstützen wird.

Der Angriff auf den MotoGP-Titel

Änderungen, die die Ducati-Männer dazu veranlassten, ihre Rollen im Werks-Orbit und im Pramac-Team zu überdenken. Marco Rigamonti wird von Zarco nach Bastianini umgeleitet, mit dem Franzosen, der einen alten Bekannten als Massimo Branchini finden wird, der zur Zeit der Moto2-Weltmeistertitel bekannt war. “Am Anfang wollte ich Massimo in die MotoGP bringen, aber er blieb bei Aki Ajo – erinnerte Johann Zarco -. Aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, denn KTM nimmt einige Jungs von Ducati und Ducati nimmt auch einige Jungs von KTM. Es ist also gewissermaßen ein Austausch“, lächelte der Transalpine.

KTM „Made in Italy“

Nach dem letzten MotoGP-Rennen in Valencia geht auch Alberto Giribuola an den Start, der maßgeblich an der Entwicklung der KTM RC16 beteiligt sein wird und alte Ducati-Bekannte wiederentdecken wird. Darunter auch Francesco Guidotti, der wohl hinter den Neuankömmlingen aus der Emilia-Region steckt. Aber der toskanische Teammanager erklärte gegenüber ‘La Gazzetta dello Sport’: “Ich habe niemanden mitgenommen. Sind sie (Giribuola und Pupulin, Hrsg.) cer bot an. Ich hätte nach ihnen gesucht, das stimmt, aber sie haben mich vorweggenommen, indem sie mir Verfügbarkeit gegeben haben. Aber der Verlust wichtiger Männer ist eine Bedingung, die sich die heutige Ducati leisten kann“.

Foto: MotoGP.com