MotoGP, Honda wechselt ohne Marquez: Bradl erklärt wie

Stefan Bradl war auch bei den zwei Testtagen in Jerez dabei, bei denen die World Superbike-Fahrer die Protagonisten waren. Hondas Testfahrer engagiert sich für die Entwicklung der RC213V, die in der MotoGP-Saison 2024 besser sein soll als letzte. Die Strecke wird es zeigen, aber es ist schwierig, es noch schlimmer zu machen. HRC investiert viel, um wieder an die Spitze zu gelangen, und die neuen Konzessionen sind eine große Hilfe.

MotoGP, zusätzliche Arbeit für Bradl

Der deutsche Fahrer wird härter arbeiten als in der Vergangenheit, da Honda und Yamaha laut Reglement in den Genuss nahezu kostenloser Tests und sechs Wildcards kommen: „Wir werden das ganze Jahr über testen – sagte er zu Speedweek – und das auf vielen Strecken. Bisher habe ich 25 bis 30 Testtage im Jahr absolviert, jetzt werde ich in Richtung 40 gehen. Ab und zu fahre ich Rennen: Für Jerez, Barcelona und den Sachsenring wurden bereits Wildcards beantragt. Das ist der Plan für die erste Saisonhälfte„.

In Jerez leistete er im Hinblick auf den Shakedown in Sepang Anfang Februar (1-2-3) wichtige Arbeit: „Ich hatte zwei Motorräder in der Garage – hat erklärt – Und das bei so unterschiedlichen Konfigurationen, dass es für mich schwierig ist, in den Rhythmus zu kommen. Dies war ein Funktionstest. Das Fahrrad ist brandneu und wir müssen einige Prozesse durchlaufen„. Die in Spanien gesammelten Daten werden auch für die Arbeit der Startfahrer in Malaysia nützlich sein.

Honda-Post Marquez: notwendige Änderungen

Bradl gab auch zu, dass sich die Situation bei HRC nach dem Abschied von Marc Marquez etwas ändert: „Es gibt mehr Offenheit. Marc war derjenige, der immer zu Rate gezogen und gehört wurde, und das war bis zum Schluss so. Jetzt bekommen wir viel Input von Zarco und Marini, die von einem anderen Hersteller kommen, und das ist wichtig. Sie sagen uns, was gut und was schlecht ist. Wir haben die ersten Ergebnisse und weitere werden in Sepang eintreffen. Es ist ein fortlaufender Prozess, der Zeit braucht und Monate dauern wird„.

Früher stand Marquez im Mittelpunkt der Entwicklung der RC213V, jetzt scheint es eine größere Offenheit zu geben, allen Fahrern zuzuhören. Luca Marini und Johann Zarco sind in den letzten Jahren Ducati gefahren und können sehr wichtige Hinweise geben. Natürlich ist es wichtig, unabhängig von unterschiedlichen Fahrstilen auf dem gleichen Stand zu sein, was möglicherweise einige Anpassungen in Bezug auf das Setup erfordert. Einen ersten Eindruck bekommen wir beim Test in Malaysia, dem ersten Vergleich aller MotoGP-Teams und -Fahrer im Jahr 2024.

Foto: Honda