MotoGP, Di Giannantonio ohne Motorrad: Die Marini-Affäre verkompliziert die Zukunft

Gresini-Fahrer Fabio Di Giannantonio kämpft immer noch hartnäckig um einen MotoGP-Sitz für 2024. Er schien fast fertig mit dem Repsol Honda-Team, das für die Unterzeichnung eines Jahresvertrags zur Verfügung stand. Dann führte der Windwechsel in der HRC-Garage dazu, dass man sich für Luca Marini mit einem Mehrjahresvertrag entschied. Im Sepang-Rennen war der römische Fahrer nie in der Nähe des Podiums, schaffte es aber, eine wertvolle Top-10-Platzierung zu erreichen.

Reifenproblem in Malaysia

Beim GP von Malaysia hatte „Diggia“ mit der Ducati Desmosedici GP23 kein gutes Gefühl, er konnte seine Leistung auf Phillip Island nicht wiederholen. 13. im Sprint, 9. in der Sonntags-Challenge: „Ich war der Schnellste in meiner Gruppe. Im Windschatten erwärmt sich der Vorderreifen sofort und der Druck im Reifen steigt. Das wirkte sich negativ auf das Bremsverhalten aus und ich konnte meine Konkurrenten einfach nicht überholen. Vor allem Jack Miller blieb bis zum Ende des Rennens eine harte Nuss„. Die neue Reifendruckregel bereitet einige Probleme. „Deshalb wird es bis 2024 keine Verbote geben. Vielleicht sollte ich mir darüber jetzt keine allzu großen Gedanken machen. Zuerst muss ich mir ein Fahrrad für 2024 besorgen“.

Ungewisse Zukunft für Di Giannantonio

Die Vertragsfrage wird für Di Giannantonio unwiderruflich kompliziert, da er Gefahr läuft, in der nächsten MotoGP-Saison keinen Sattel mehr zu haben. Die Vereinbarung zwischen Repsol Honda und Luca Marini ist abgeschlossen, Valencia riskiert sein letztes Rennen in der Königsklasse, wenn sich nichts ändert. „In Valencia werde ich auf jeden Fall den neutralen Anzug mitbringen, damit ich unabhängig vom Motorrad für die Tests bereit bin“, lächelt der Fahrer aus Rom bitter. Er vermied lästige Fragen über seine Zukunft nach der Sepang-Runde, da es in einem so komplizierten Moment für seine Zukunft schwierig war, Antworten zu geben. „Ich habe noch nicht mit meinem Management gesprochen„. Sein Gesichtsausdruck lässt nichts Gutes vermuten, das einzige freie Motorrad wäre das des VR46-Teams, aber die Tavullia-Spitzenreiter konzentrieren sich lieber auf einen jungen Mann, der aus der Moto2 kommt.

Am Vorabend des GP von Malaysia bekräftigte er, dass die Priorität darin bestehe, in der MotoGP zu bleiben, ohne jedoch andere Wege auszuschließen. „Erst wenn 100 % klar ist, dass ich nicht in der MotoGP bleiben kann, werden wir an etwas anderem arbeiten. Das Ziel im Moment ist es, in der Königsklasse zu sein. Das ist alles„. Sind die Chancen im Vergleich zu vor einer Woche niedriger oder höher? „Ein Mittelweg, daran arbeiten wir„.