Nach der Konkurrenzfähigkeit in Katar kämpfte Aleix Espargaro in Portugal mit einem achten Platz sowohl im Sprint als auch im langen Rennen. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen konnte er seine Aprilia RS-GP nicht richtig nutzen. Er wird versuchen, sich beim nächsten Grand Prix in Austin zu rehabilitieren.
MotoGP Portimao, Kommentare von Aleix Espargaro
Der katalanische Fahrer analysierte sein schwieriges Wochenende im Autodromo Internacional do Algarve so: „Ich war das ganze Wochenende über nicht konkurrenzfähig – sagte er zu Motosan.es – obwohl es meiner Meinung nach keine Katastrophe war. Aber ich war nicht schnell, ich habe mich mit dem Hinterreifen nie gut gefühlt. Im Rennen hatte ich keinen guten Start und in Kurve 7 hat mich jemand hart getroffen, am Ende der ersten Runde war ich Zwanzigster. Tatsächlich war mein Tempo nicht katastrophal, ich fuhr mehrere Runden in niedrigen 39ern und machte viele Positionen gut. Ich habe zur Gruppe von Bezzecchi und Quartararo aufgeschlossen und am Ende mit dem achten Platz einige gute Punkte gesammelt. Ich denke, unser Niveau lag bei den Werks-KTMs auf dem fünften oder sechsten Platz„.
Espargaro versuchte auch zu erklären, welche Unterschiede es zwischen ihm und Vinales gab, der sich stattdessen in Portimao wohl fühlte: „Ich hatte keinen Grip am Hinterrad und konnte meine Stärke, nämlich den Kurveneingang, nicht ausnutzen. Ich denke, es ist das erste Mal seit ich bei Aprilia bin, dass ich in Kurven nicht schnell sein konnte, was meine Stärke im Vergleich zu Maverick ist. Der Hinterreifen gefiel mir überhaupt nicht und ich fühlte mich das ganze Wochenende über nicht gut„.
Vinales und Acosta
Apropos Maverick: Aleix wurde auch gebeten, sich zu dem unglaublichen Ausfall zu äußern, der in der letzten Runde aufgrund des Getriebeschadens seiner RS-GP eintrat: „Etwas völlig Absurdes, Unsinn. Schade, denn er hätte das Podium verdient gehabt. Er hatte sein bestes Rennen seit seinem Einstieg bei Aprilia. Er und das Team tun mir leid„.
Ein weiteres Thema des Rennens in Portugal ist Pedro Acosta, der seinen ersten Podiumsplatz in der MotoGP erreichen konnte. Der Aprilia-Fahrer kann es nur loben: „Er hatte ein unglaubliches Rennen. Durch das Beobachten von Telemetrie- und anderen Piloten nimmt er die Dinge schnell auf und lernt schnell. Am Sonntag hat er alles, was er gelernt hat, auf die Strecke gebracht und war sehr gut. Dies deutet darauf hin, dass KTM sich auf ein katastrophales Niveau verbessert. Er fährt wie die Nummer 1 der Welt, aber das Motorrad folgt ihm. Niemand hätte erwartet, dass Pedro und KTM so stark sein würden„.
Espargaro und der Vorfall zwischen Bagnaia und Marquez
Ein sehr heißes Diskussionsthema am Sonntag in Portimao war zweifellos der Zusammenstoß zwischen Pecco Bagnaia und Marc Marquez, bei dem beide in Kurve 5 stürzten. Espargaro brachte seinen Standpunkt zum Ausdruck: „Am Ende war es ein Rennunfall. Das ist eine Kurve, in der jedes Jahr etwas passiert, auch wenn Pecco meiner Meinung nach mehr Platz hätte lassen sollen. Er war sehr aggressiv, nachdem er Marc überholt hatte. Es gibt Zeiten, in denen es frustrierend ist, überholt zu werden, aber man darf nicht so aggressiv sein und muss mehr Platz lassen„.
Es ist richtig, keinen der Fahrer zu bestrafen, aber Aleix glaubt, dass Bagnaia mehr Verantwortung für das, was passiert ist, trägt als Marquez. Die Debatte ist offen, auch wenn das Stewards-Gremium inzwischen seine Meinung geäußert hat und das zählt mehr als Meinungen.
Foto: Aprilia