Bimota: 50 Jahre Geschichte und sportliche Erfolge

Valerio Bianchi, Giuseppe Morri und Massimo Tamburini. Ende der sechziger Jahre gründeten drei junge Leute aus Rimini, die in Federico Fellinis „Stadt der Träume“ aufgewachsen waren, ein Unternehmen für Thermohydraulik und Heizsysteme. Ihre wahre Leidenschaft galt den Motoren. Sie waren brillante, geniale und etwas verträumte Jungen. Zunächst begannen sie mit der Entwicklung von Bausätzen, um bestehende Fahrräder noch schneller zu machen. 1973 traten sie damit in die Motorradszene ein. Vor 50 Jahren debütierte Bimota im legendären HB mit Lugi Anelli, der an den 200 Miglia von Imola teilnahm. Das Motorradunternehmen aus Rimini hat eine bewegte Geschichte hinter sich, hat viele Besitzer gewechselt und ist immer noch in der Welt der Wettbewerbe präsent. Bimotas sind faszinierende Motorräder, die bei Enthusiasten sehr beliebt sind.

Sportgeschichte

Massimo Tamburini war ein außergewöhnlicher und weitsichtiger Designer. In den frühen Siebzigern schuf er den HB1 in nur 10 Exemplaren. Der Motor war ein Honda CB 750, um den herum ein revolutionäres Chassis mit niedrigerem Schwerpunkt und geringerem Gewicht entwickelt wurde.

Von den ersten nationalen Wettkämpfen 1973 bis zur Weltmeisterschaft war es nur kurz. 1974 bescherte Giuseppe Elementi dem Unternehmen aus Rimini die ersten Weltpunkte in der 350er-Klasse und 1975 Otello Buscherini den ersten Erfolg in der Tschechoslowakei. Der Weltmeistertitel kam 1980 in der 350er-Klasse mit dem Südafrikaner Jon Ekerold. In den 1980er Jahren entstanden die ersten Prototypen des legendären Bimota Tesi und einiger historischer Straßenmodelle wie dem DB1 und dem YB4 EI.

1987 gelang Bimota mit Virginio Ferrari der endgültige Erfolg in der Formel-TT-Weltmeisterschaft. Im folgenden Jahr wurde die Superbike-Weltmeisterschaft geboren. Bimotà erschien mit einem Spitzenmotorrad und einem sehr schnellen Fahrer: Davide Tardozzi. Erstes Rennen und erster Sieg. Tardozzi sammelte insgesamt sieben Erfolge, kam dem Fahrer-Weltmeistertitel nahe und brachte Bimota einen Schritt vom Konstrukteurstitel entfernt. Auch 1989 war ein brillantes Jahr mit Giancarlo Falappa, der mehrere Rennen gewann. Rückgang seit 1990. Von 1997 bis 1999 nahm Bimota an Supersport-Rennen teil, im Jahr 2000 kehrte das Unternehmen für etwa zehn Rennen mit einem Suzuki-Motorrad in die Superbike-Klasse zurück und setzte 2014 die BB3 mit einem BMW-Motor ein. In diesem Jahr wurden die Ergebnisse jedoch nicht genehmigt, da Bimota nicht in der Lage war, rechtzeitig die Anzahl an Serienmotorrädern zu produzieren, die erforderlich waren, um in der Weltmeisterschaft Punkte erzielen zu können. In den letzten Jahren nahm Bimota hauptsächlich an Straßenrennen teil.

Foto Social Bimota Experience