Jedes Jahr gibt es in der MotoGP Diskussionen über die Reifen und im Jahr 2023 gibt es noch mehr Diskussionen, insbesondere mit der Einführung der Mindestdruckregel. Letzteres hat allen Teams und Fahrern missfallen, die auf eine Änderung in der Zukunft hoffen. Das Problem liegt vor allem im Management der Frontpartie, und an Kritik mangelte es nicht von Seiten Michelin, der aufgefordert wurde, den Grenzwert zu senken oder andere Reifen zu produzieren. Der französische Zulieferer verteidigt sich gegen die Vorwürfe, indem er von der Sicherheit spricht, einem absolut grundlegenden Faktor im Rennsport, der nicht in den Hintergrund gedrängt werden darf.
MotoGP, was die Regel zum Reifendruck sagt
Der Mindestdruck für den Vorderreifen beträgt 1,9 bar, für den Hinterreifen 1,7 bar. Nachdem Michelin festgestellt hatte, dass einige Teams niedrigere Drücke als empfohlen verwendeten, sprach er mit der FIM und der Dorna über eine Änderung der Vorschriften. Die neue Regelung sieht vor, dass die angegebenen Werte für 30 % der Distanz des Sprintrennens und für 50 % des Langstreckenrennens eingehalten werden müssen.
Bei einem ersten Verstoß erhielt jeder Fahrer eine Verwarnung, anschließend wurden Strafen verhängt: 3 Sekunden für den zweiten Verstoß, 6 für den dritten und 12 für den vierten. Das neue Druckkontrollsystem wurde in Silverstone vollständig aktiviert und wir sahen im Laufe der Meisterschaft sowohl Warnungen als auch Sanktionen mit entsprechenden Beschwerden von Teams und Fahrern über die Regel.
Ezpeleta möchte mit Michelin sprechen
In der offiziellen MotoGP-Pressemitteilung wurde erklärt, dass das Ziel darin bestehe, eine einheitliche Sanktion für technische Verstöße, also die Disqualifikation, zu erreichen. Carlos Ezpeleta a Speedweek klärte die Situation für nächstes Jahr: „Es wurde weder bestätigt noch angekündigt, dass die Disqualifikation die unmittelbare Strafe sein wird. Das war die ursprüngliche Idee, wir müssen sehen, wie die Tests vor der Saison verlaufen. Wir müssen mit Michelin darüber reden, das viel neues Material bringt und einen neuen Spezialreifen bringt, der weniger empfindlich auf Kielwasser und Aerodynamik reagiert. Dies wird sich positiv auswirken. Eine Druckregel ist fester Bestandteil des Rennsports und existiert in vielen Motorsportarten. Die Regel wurde aus Sicherheitsgründen von Herstellern und Michelin vorgeschlagen„.
Das Vorhandensein einer Reifendruckregel steht nicht zur Diskussion, der Chief Sporting Officer von Dorna Sport gibt jedoch zu, dass es einen Dialog mit dem französischen Anbieter über eine mögliche Änderung geben wird: „Wir müssen mit Michelin sprechen, um zu sehen, ob es möglich ist, den Grenzwert zu senken, was natürlich sicher sein und den Fahrern ein angenehmeres Gefühl geben muss. Kleine Druckänderungen können einen großen Unterschied machen, das wollen wir mit Michelin besprechen„. Um ein klareres Bild zu erhalten, müssen wir die Tests vor der Saison abwarten.
Foto: MotoGP.com