Jonathan Rea und Yamaha mochten sich sofort. Bereits am ersten halben Testtag war das Gefühl positiv und das bestätigte sich auch am zweiten Tag. Der sechsfache Superbike-Weltmeister fühlte sich mit der R1 und dem neuen Team wohl. Nach neun Jahren bei Kawasaki war das keine Selbstverständlichkeit. Natürlich ist es noch zu früh, um sich zu freuen, aber es war trotzdem wichtig, mit dem richtigen Fuß zu beginnen.
Superbike, Reas Programm
Rea wird am 20. und 21. November für einen weiteren Test in Jerez zur Yamaha zurückkehren, wo er Gelegenheit haben wird, einige Updates auszuprobieren: „Ich werde viel Material zum Ausprobieren haben – sagte er zu Speedweek – vom Chassis bis zur Elektronik. Ich werde einige Teile erhalten, die das GRT-Team bereits getestet hat. Ich muss verschiedene Lösungen ausprobieren, bis ich eine gute Basis habe. Ich denke, wenn wir nach Australien gehen, werden wir einen guten Ausgangspunkt haben„.
Im letzten Test kümmerte er sich nur um das Kennenlernen des Motorrads und arbeitete nicht an den technischen Neuerungen, eine Aufgabe, die dem Aegerter-Gardner-Duo des GYTR GRT-Teams zufiel. Im nächsten wird er auch an der Reihe sein, Upgrades zu testen. Unterdessen war er beeindruckt von der Arbeitsweise bei Yamaha: „Die Teams arbeiten auf hohem Niveau. Ich bin beeindruckt von ihren technischen Fähigkeiten, wie sie über die Zukunft denken und was sie entwickeln wollen. Natürlich, wenn ich dazu beitragen kann … Sie haben meine Kommentare verstanden„.
Der Yamaha-Kawasaki-Vergleich
Der nordirische Fahrer äußerte einige Unterschiede zwischen der R1 und der Kawasaki Ninja ZX-10RR: „Vergleiche mit meinem vorherigen Motorrad sind kompliziert, aber bei Yamaha sehe ich mehr Positives und es passt gut zu meinem Stil. Das Gute an der Kawasaki war der Grip auf neuen Reifen. Und auch die Motorbremsung funktionierte gut. Bei Yamaha müssen wir das noch ein wenig verbessern, es ist noch viel Arbeit nötig. Und ich gebe zu, dass ich kein großer Entwicklungstreiber bin. Ich weiß, wie man schnell fährt, aber ich kann die Entwicklung nicht so genau sagen„.
Auch wenn es einige Aspekte gibt, an denen man arbeiten muss, glaubt Rea, dass er großes Potenzial mit dem Iwata-Bike hat und ist zuversichtlich für die Zukunft: „Für mich fühlte es sich sehr natürlich an, dieses Fahrrad zu fahren. Am Dienstag bin ich nur in der siebten Runde 1’40″3 gefahren, das war beeindruckend. Ich bin entspannt gefahren, habe am Mittwoch mehr Druck gemacht und das Fahrrad hat gut funktioniert. Um schnell zu sein, muss man ihn wie einen Toprak fahren„. Toprak Razgatlioglu war in den letzten Jahren der beste Interpret des R1, aber Jonny glaubt, dass er ihn mit seinem Fahrstil auch gut nutzen kann.
Foto: Yamaha