Superbike, Razgatlioglu-Champion mit BMW? „Wir sind nicht weit weg“

Am Mittwoch fand in Berlin die mit Spannung erwartete BMW-Präsentation für die Superbike-Saison 2024 statt. Im Mittelpunkt stand vor allem Toprak Razgatlioglu, der Newcomer, der einen Wendepunkt für die deutsche Marke in der Kategorie herbeiführen soll. Auch auf interner Ebene ändern sich viele Dinge und die Verpflichtung eines Top-Fahrers wie des Türken könnte der richtige Schritt sein.

Superbike, Razgatlioglu geladen für 2024

Der SBK-Meister von 2021 ist sehr motiviert für das neue Abenteuer, das ihn erwartet: „Ich bin immer bereit. Ich habe drei Tage lang getestet – berichtet die offizielle Website WorldSBK – aber keine Session war völlig trocken. Jetzt warte ich auf nächste Woche, ich vermisse mein neues Fahrrad. Als ich es in Portimao zum ersten Mal probierte, lächelte ich auf der Geraden, weil es sehr schnell ist. Wir müssen einfach einige Dinge verbessern, aber wir sind nicht weit davon entfernt. Wir brauchen mehr Runden, mehr Kilometer„.

Razgatlioglu deutete an, was an der M 1000 RR verbessert werden muss: „Die Elektronik. Insgesamt ist das Fahrrad sehr gut. Besonders die Motorbremsung ist unglaublich. Wir müssen nur einige Bereiche für meinen Stil verbessern„. Bremsen und Kurveneinstieg sind sicherlich Stärken des Türken, also muss das Team ihm erlauben, sie auszunutzen, wie es bei der Yamaha R1 der Fall war.

Toprak ist bereit, Bautista und die anderen herauszufordern

Am 24. und 25. Januar findet in Jerez der erste Test des Jahres 2024 statt, die erste Konfrontation mit Alvaro Bautista und den restlichen Gegnern: „Es wird sehr wichtig sein – erklärte Toprak – denn dort werde ich alle Piloten sehen. Bisher bin ich alleine gefahren, ohne andere Superbike-Fahrer. Ich brauche ein paar Fahrer, ein paar Kämpfe, um die Zeiten zu sehen„. Die ersten Rennen auf Phillip Island werden am Wochenende vom 24. bis 25. Februar stattfinden, aber er wird nicht zu viel darüber sagen, was er kann: „Es wird ein wenig schwierig sein. Auf Phillip Island ist es immer kompliziert, weil man den Hinterreifen schonen muss. Wir werden sehen„.

Razgatlioglu würde gerne sofort an der Spitze stehen und um den Sieg kämpfen, aber es könnte ein paar Runden dauern, bis das gelingt. Was den Kampf um den SBK-Titel betrifft, schließt er nicht aus, dass dieser eher ein Thema für 2025 sein könnte: „BMW arbeitet jeden Tag, das ist positiv. Wenn ich BMW arbeiten sehe, arbeite ich noch härter. Wenn wir so arbeiten, denke ich, dass wir Weltmeister werden können. Ich weiß nicht, ob dieses oder nächstes Jahr, aber ich glaube daran, wir sind nicht mehr weit entfernt„.

Foto: WorldSBK