Dorna hat die Wildcards für die Emilia Romagna-Runde der Superbike-Weltmeisterschaft noch nicht offiziell bekannt gegeben, aber es gibt einen fast sicheren Namen von Bedeutung: Michele Pirro. Der Ducati-Tester hat Superbike schon immer geliebt, hat aber seit 2019 nicht mehr an einem Weltmeisterschaftsrennen teilgenommen. In den letzten Jahren hat er Wildcards und Ersatzspieler für die Weltmeisterschaft gemacht, allerdings nur in der MotoGP. Er wäre sicherlich gerne mehr in der SBK gefahren, aber aus dem einen oder anderen Grund war das nicht möglich. In Assen hätte er beispielsweise den verletzten Danilo Petrucci ersetzen können, konnte dies aber nicht, da er mit MotoGP-Tests beschäftigt war. Jetzt scheint es an der Zeit zu sein, ihn im Superbike und in Misano, seiner Heimstrecke, die heimischer nicht sein könnte, wiederzusehen. Tatsächlich hat Michele Pirro (zusammen mit einigen Partnern) ein Unternehmen direkt im MWC.
Was weitere Wildcards im Superbike betrifft, scheint die Hypothese einer einmaligen Rückkehr des Team Pedercini in weite Ferne zu rücken.
Im Supersport dürften die Wildcards nur die beiden bereits angekündigten sein. Dann der Debütant Alessandro Sciarretta und der Experte Luca Ottaviani, mittlerweile Stammgast mit 12 Rennen als Gast. Die beiden besten Fahrer der CIV-Supersport-Gesamtwertung werden höchstwahrscheinlich nicht antreten: Andrea Mantovani und Davide Stirpe. Lorenzo Dalla Porta, der unbedingt auf ein Rennen hoffte, bekam die Wildcard nicht. Letztes Jahr hatte das Altogo-Team mehrere Wildcards mit Simone Corsi gemacht und plante, ebenso viele mit dem ehemaligen Moto3-Weltmeister zu machen. Doch in der ersten Runde des CIV hatte Lorenzo dalla Porta kein Glück, er liegt nun in der Rangliste zurück und hat daher nichts mehr mit der Wildcard zu tun. Mittlerweile nimmt er am JuniorGP Stock teil und dieses Wochenende ist er in Katalonien auf der Strecke.
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