Superbike Jerez: Alvaro Bautista siegt erneut, Blitzsprint

Alvaro Bautista hat bereits seinen zweiten Superbike-Titel gefeiert, aber die Party in Jerez ließ ihn nicht aus dem Hunger verschwinden. Der Ducati-Fahrer war auch im Superpole-Rennen unerbittlich und erzielte in diesem herausragenden Jahr den 26. Triumph, den 58. seiner Karriere. Wenn er es heute Nachmittag erneut schafft, wird er Carl Fogarty erreichen, eine der Legenden der Derivate der Serie. Auch auf der Sprintdistanz dominierte Bautista, indem er den Pirelli SCQ, den superweichen Qualifying-Reifen, perfekt beherrschte, der stattdessen Toprak Razgatlioglu auf Platz vier in die Krise schickte. Könnte das Grip-Management eine Frage des geringen Gewichts oder des Fahrgefühls des Spaniers gewesen sein?

Dominique Aegerter Achterbahn

Startbereit und sofort rote Flagge wegen starker Ölleckage an Dominique Aegerters Yamaha GRT und anschließendem Sturz von Iker Lacuona. Kurz darauf startete die Herausforderung erneut über eine Distanz von acht Runden und der identischen Startaufstellung. Der Schweizer schaffte den Neustart und wechselte wie Jonathan Rea seine Reifenwahl auf den SCX (weich). Zu hoffen, dass Bautista abstürzen würde, wäre vielleicht eine gute Idee gewesen, aber es ist nicht passiert. Aegerter erreichte nach vielen Missgeschicken dennoch einen hervorragenden zweiten Platz, die beste Platzierung und das erste Top-Podium seiner Karriere. Dank gebührt den Technikern von GRT Yamaha, die den Gabelstapler in Rekordzeit vorbereitet haben. Rea lieferte sich ein schönes Duell mit Toprak und gewann am Ende die Oberhand.

Axel Bassani beste Privatperson

Der venezianische Fahrer flog auch dieses Mal davon, nachdem er am Samstag nach einer Berührung mit Michael Rinaldi gestürzt war. Doch auch ohne Punkte zu erzielen, besiegte er den Widerstand des inzwischen außer Gefecht gesetzten Danilo Petrucci. Für Motocorsa Ducati ist es eine große Genugtuung, dass Bassani mit dieser Ehre zu Kawasaki fahren durfte. Ab Dienstag wird Axel in Grün unterwegs sein.