Superbike, Dominique Aegerter ist unzufrieden „Ich will gewinnen“

Dominique Aegerter ging als amtierender Supersport- und MotoE-Weltmeister in die Superbike-Weltmeisterschaft 2023. Letztes Jahr dominierte er jede Meisterschaft, an der er teilnahm, und so wurde von ihm mit der Yamaha GRT viel erwartet. Der Schweizer Fahrer enttäuschte nicht, wurde jedoch durch eine Reihe körperlicher Probleme zurückgehalten und hat das Gefühl, dass er noch viel mehr hätte tun können. Am Ende der Saison, als er sich wieder in einem akzeptablen Zustand befand, kletterte er tatsächlich auf das Podium. Im nächsten Jahr kann er durchaus einen Qualitätssprung anstreben.

„Die Saisonbilanz ist ausgesprochen positiv – kommentiert Dominique Aegerter in einem Interview mit der Schweizer Zeitung Nau.ch – Ich hatte in Australien einen sehr guten Start in der ersten Reihe. Dann hatte ich drei oder vier wirklich gute Rennen mit Top-5-Ergebnissen in Misano, Barcelona und Assen. Dann wurde es auch aufgrund meiner Armprobleme etwas kompliziert. Dazu kamen einige technische Probleme und drei Unfälle mit langanhaltenden Schulter- und Ellenbogenschmerzen. Am Ende der Saison standen sie jedoch zweimal auf dem Podium und somit habe ich mein Saisonziel erreicht.“

Auf körperlicher Ebene hat sich Dominique Aegerter erholt.

„Der Arm ist mittlerweile verheilt, ich musste ihn dieses Jahr dreimal operieren. Die erste verlief nicht gut, sodass ich mich einer weiteren Operation unterziehen musste. Dann gab es eine Infektion und andere Probleme, die es zu lösen galt. Erst in den letzten beiden Rennen hatte ich keine Schmerzen mehr im Arm und das war gut so. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Winter zwischen Entspannung, Engagements bei Sponsoren und Training

„Ich trainiere viel, vor allem Fitness und Kraft. In den letzten Wochen hatte ich auch viele Verpflichtungen mit Sponsoren: Abendessen, Treffen, Vertragsverlängerungen für das nächste Jahr. Außerdem musste ich mit meinen Mitarbeitern an den Grafiken des Anzugs, der Handschuhe, der Schuhe und des Helms arbeiten. Im Januar fahre ich nach Spanien, wo ich mich vier bis fünf Wochen lang mit Motocross und Supermotard vorbereiten werde. Aber es bleibt noch etwas Zeit für Entspannung und Muße. Außerdem widme ich mich dem Fanclub und den sozialen Medien. Vor den Weihnachtsferien werde ich eine Woche lang in der Hitze in den Urlaub fahren. Die Weihnachtszeit wird auf jeden Fall etwas ruhiger und ich werde sie im Kreise der Familie verbringen.

Dominique Aegerter hat klare Vorstellungen für die Superbike-Weltmeisterschaft 2024.

„Jetzt weiß ich, was mich erwartet, letztes Jahr hatte ich sehr wenig Zeit, mich vorzubereiten. Das letzte Rennen hatten wir Ende November und ich war vor dem Saisondebüt im Februar erst sechs Mal mit dem Superbike gefahren. Jetzt habe ich etwas mehr Zeit, mich körperlich vorzubereiten. Darüber hinaus werden wir nächstes Jahr Daten zu den Strecken haben, auf denen wir bereits Rennen gefahren sind. Im Jahr 2024 möchte ich meinen ersten Superbike-Sieg holen und oft um das Podium kämpfen können. Mein Ziel ist es, die Weltmeisterschaft unter den ersten Sechs zu beenden, der beste Privatfahrer und manchmal sogar der beste Yamaha-Fahrer zu sein.“

Entnommen von Nau.ch