BMW ist in der Superbike-Weltmeisterschaft nicht nur wegen der Teilnahme dabei, es will gewinnen und setzt alles daran, dieses Ziel zu erreichen. Die Einstellung eines Top-Fahrers wie Toprak Razgatlioglu war der letzte Schritt in einem Prozess, der bereits zuvor begonnen hatte. Der Türke brachte die M 1000 RR auf die oberste Stufe des Podiums und machte mit seinen konstanten Spitzenplätzen zweifellos den Unterschied. Doch das Münchner Unternehmen hat auch eine Reihe von Änderungen umgesetzt, die das SBK-Projekt verbessert haben.
Superbike, Bongers und die krasse BMW
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Schaffung eines Testteams, das die Entwicklung des Fahrrads unterstützen kann. Als Testfahrer hat BMW mit Sylvain Guintoli und Bradley Smith zwei erfahrene Fahrer engagiert. Ein kluger Schachzug, der das Engagement des deutschen Herstellers für den Erfolg in der WorldSBK unterstreicht.
Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor, sprach mit Racesport.nl über die Bedeutung der Bildung eines Testerteams zur Verbesserung der M 1000 RR: „Mitte letzten Jahres haben wir gesehen, dass es sich lohnt, ein Testteam zu haben und dass wir davon profitieren können. Wer viele Neuteile hat, hat kaum Zeit, diese an einem Rennwochenende zu testen. Wenn beispielsweise fünf neue Elemente vorgeschlagen werden, die bereits durch die Simulationen genehmigt wurden, lassen Sie sie von den Testern testen. Wenn ihr Feedback ebenfalls positiv ist und die Daten dies unterstützen, kann man ein oder zwei dieser Elemente in das Wochenende einbringen und fast sicher sein, dass die Fahrer davon profitieren werden. Dadurch sparen Sie Zeit und das ist wichtig, da die Testtage begrenzt sind„.
Guintoli und Smith sind von grundlegender Bedeutung
Der Nutzen eines Testteams ist nichts Neues und die Tatsache, dass BMW sich entschieden hat, ein hochrangiges Testteam einzurichten, gibt dem Projekt große Impulse: „Sowie Feedback geben – fügt Bongers hinzu – Wichtig ist auch, dass die Testfahrer schnell genug sind und auf einem Niveau fahren, das mit dem von Rennfahrern vergleichbar ist. Es können auch einfache Arbeiten erledigt werden, etwa das Einfahren von Bremsscheiben und -belägen oder ein neuer Motorblock. Das ist auch ein Vorteil, denn so können die Fahrer an Rennwochenenden von der ersten Runde an ihr Bestes geben„.
Guintoli und Smith spielen eine sehr wichtige Rolle. Der Franzose ist unter anderem auch Teil des BMW-Teams, das in der Langstrecken-Weltmeisterschaft antritt. Er ist sehr erfahren und gewann 2021 auch den EWC-Titel mit dem Yoshimura SERT Suzuki-Team.