Zahlen lassen sich analysieren und kontextualisieren, aber sie bleiben Zahlen. Oft sagen sie alles und lassen keinen Raum für Interpretationen. In der MotoGP ist Pecco Bagnaia sicherlich ein Gewinner. Er wird das beste Motorrad haben (aber auch andere Fahrer…), aber er wird die Ergebnisse nach Hause bringen. Angesichts des Erfolgs in Jerez sind die bislang erreichten Ziele des dreifachen Weltmeisters zwischen Moto2 und MotoGP zumindest hervorzuheben.
IN DUCATI OFFICIAL GEWINNT ER ALLE DREI GRAND PRIX
Mit dem denkwürdigen Triumph beim Großen Preis von Spanien erreichte Pecco Bagnaia 20 MotoGP-Siege. Über Rennen reden“lang“, nicht die Sprints. Ein Ziel, das ihm eine sehr hohe Erfolgsquote ermöglicht: Seit er Rot trug (2021), hat er 32,25 % der ausgetragenen Grands Prix gewonnen. Eigentlich ein Wettbewerblang” alle drei. Mit dem besten Motorrad, um Himmels willen, aber in einer Aufstellung, in der mehr konkurrenzfähige Motorräder am Start sind als in der jüngeren Vergangenheit.
HINTER NUR DEN GRÖSSEN DER MOTOGP-ÄRA
Generationsvergleiche sind unangemessen und irreführend, aber Bagnaia kann mit seinen 20 Siegen durchaus als großartiger Spieler seiner Generation angesehen werden. In der MotoGP-Ära (seit 2002) haben nur fünf Phänomene mehr gewonnen als er: Valentino Rossi (76), Marc Marquez (59), Jorge Lorenzo (47), Casey Stoner (38) und Dani Pedrosa (31).
ÜBER DEN ANGRIFF DER GROSSEN DREI
Übrigens: In der Erfolgsberechnung in der Königsklasse hat Pecco Bagnaia mit den 20 Siegen von Freddie Spencer gleichgezogen. Der nächste Meilenstein, mit 22 gewonnenen Grands Prix in seiner Karriere, stellt das Erreichen von drei Legenden des Kalibers von Kenny Roberts (Senior), Geoff Duke und dem Helden zweier Welten John Surtees dar. Dies ist objektiv ein undenkbarer Vergleich, obwohl die Erfolgsquote des gebürtigen Chivasse seit seiner Teilnahme am offiziellen Ducati-Team nach wie vor zu den höchsten aller Zeiten gehört.