MotoGP, Pramac antwortet Michelin: „Martin hat keine Fehler gemacht“

Der Kampf zwischen Francesco Bagnaia und Jorge Martin hat im Jahr 2023 Millionen MotoGP-Fans begeistert und es gab für beide Fahrer einige heikle Momente. An das Rennen in Katar erinnert sich der Spanier sicherlich mit großer Bitterkeit, gewann er doch am Samstag den Sprint und belegte am Sonntag den zehnten Platz. Ein Zusammenbruch, für den er und das Pramac-Team den Hinterreifen verantwortlich machten, obwohl Michelin in den ersten Analysen keinerlei Probleme festgestellt hatte.

MotoGP, Borsoi repliziert Taramasso

In den letzten Tagen wurde Piero Taramasso von interviewt La Gazzetta dello Sport und reagierte auf die Vorwürfe, die Michelin oft erhält. Er bestätigte, dass weder bei Martin in Lusail noch bei Bagnaia in Barcelona irgendwelche Reifenqualitätsmängel festgestellt wurden. Seiner Meinung nach suchen Teams und Fahrer manchmal nach Ausreden, um Fehler oder Leistungen, die hinter den Erwartungen zurückbleiben, zu rechtfertigen.

Gino Borsoi, interviewt von ALSantwortete auf Taramassos Worte über die Ereignisse in Katar: „Martin hatte am Vortag den Sprint gewonnen, dann war das Rennen seltsam und weit von seinem Potenzial entfernt. Pramac und Ducati haben eine Analyse durchgeführt, das Ergebnis ist, dass es keine Probleme oder Fehler in Bezug auf Fahrverhalten und Setup gab. Wenn Taramasso sagt, dass die Leistung von Jorge nicht dem erwarteten Niveau entsprach, möchte ich denken, dass ich nicht mit dem Finger auf ihn zeige und sage, dass er seine Arbeit nicht gut gemacht hat„.

Pramac wartet auf Antworten von Michelin

Der Teammanager von Prima Pramac Racing möchte außerdem betonen, dass Michelin die Kontrollen des fehlerhaften Hinterreifens noch nicht abgeschlossen hat: „Eine erste Analyse der Konstruktion des Reifens wurde durchgeführt und Michelin sagte, dass es keine Herstellungsfehler gab. Wir stimmen zu, warten aber auf eine vollständige Analyse des Reifens. Einen Monat nach dem Rennen warten wir immer noch auf eine Antwort„.

Die von Pramac und Ducati durchgeführten Kontrollen haben ergeben, dass weder auf der Team- noch auf der Motorrad- noch auf der Fahrerseite Unregelmäßigkeiten auftraten. Daher warten wir auf die endgültigen Ergebnisse des französischen Zulieferers. Borsoi möchte Martin unbedingt verteidigen: „Er hat nicht vergessen, wie man über Nacht Auto fährt. Wenn ein Fahrer wie er Zehnter wird, liegt das daran, dass etwas passiert ist. Taramasso ist intelligent, er weiß, dass dieses Ergebnis nicht auf eine schlechte oder schlechtere Leistung im Vergleich zu anderen Rennen zurückzuführen ist. Es ist unmöglich, am Samstag zu gewinnen und am Sonntag Elfter zu werden. Handlung? Wir glauben es absolut nicht, wir hätten nie gedacht, dass da etwas dahintersteckt„.

Foto: Pramac Racing