Moto2, Tony Arbolino „Neustart mit dem in Indien aufgebauten Vertrauen“

Wird der GP in Japan die richtige Gelegenheit für ein Comeback sein? Tony Arbolino erlebt ein Jahr mit vielen Facetten: vom Start mit Vollgas bis hin zu den Schwierigkeiten, die die Aufgabe des kampferprobten Pedro Acosta erleichterten, der mittlerweile mehrere GPs problemlos in Führung liegt und fest entschlossen ist, sich die Spitze zu sichern Moto2-Rangliste. Arbolino hingegen kann sich keine Fehler mehr erlauben, wenn er 2023 mitreden will, aber 39 Punkte gegen den Spanier sind jetzt ein schwieriger aufzuholender Vorsprung. Wir werden sehen, ob er in Motegi irgendwelche Anzeichen bestätigt: Der Lombard will nicht aufgeben, aber es braucht noch mehr.

Arbolino zu weit vom Podium entfernt

Für einen Fahrer, der um die Weltmeisterschaft kämpfen wollte, war seit dem letzten Podium zu viel Zeit vergangen. Tony Arbolino schaffte es zum ersten Mal seit dem Sachsenring, beim GP von Indien wieder ins Rennen zu gehen. Fünf Runden, ohne auch nur annähernd an die Podiumszone heranzukommen, wobei der erste Nullpunkt der Saison in Katalonien kam, als er buchstäblich sank und außerhalb der Punktezone landete. Arbolino will wieder aufsteigen, die letzten beiden GPs haben ein gutes Wachstum gezeigt, aber gegen einen entfesselten Acosta, der unbedingt den Weltmeistertitel anstrebt, der seinen Namen bereits darauf geschrieben zu haben scheint, wäre noch viel mehr nötig. Die Leistungseinbußen von Arbolino könnten in diesem Sinne bereits ausschlaggebend gewesen sein.

Bei Motegi mit Optimismus

Auch der Buddh Circuit war aufgrund der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit ein schwieriger Ort, doch der Fahnenträger Marc VDS erholte sich. Aber jetzt brauchen wir eine Bestätigung und Motegi wird in ein paar Tagen eintreffen. „Es war fantastisch, wieder auf dem Podium zu stehen“ ist Arbolinos Kommentar, wenn er an den 2. Platz am vergangenen Wochenende zurückdenkt. „Jetzt müssen wir wieder von dem in Indien aufgebauten Vertrauen ausgehen. Unser Ziel war es, die Asien-Tour gut zu starten, und das haben wir erreicht. Das nächste Ziel wird sein, so weiterzumachen und unsere positive Mentalität zu nutzen.“ Wird er es schaffen, wird er noch mehr tun können, um Acosta noch ein wenig mehr zu untergraben? In ein paar Tagen werden wir die Antworten haben, denn wie bereits erwähnt kann sich Arbolino keine Ablenkungen mehr erlauben.

Foto: Elf Marc VDS Racing Team