Jorge Martin und das Team Prima Pramac Racing waren mit dem Verlauf des Qualifyings heute Morgen in Valencia nicht zufrieden. Auch wenn das sechste Mal und die zweite Startreihe kein schlechtes Ergebnis darstellen, gab es dennoch den Wunsch, vorne zu bleiben. Pecco Bagnaia wird vom zweiten Platz starten, sodass er sowohl im Sprint als auch im langen Rennen einen leichten Vorsprung haben wird.
MotoGP, was mit Martin im Qualifying passiert ist
Aber wir müssen ein wenig rekonstruieren, was dem Spanier am Ende des zweiten Quartals passiert ist. Tatsächlich kam er nach der ersten Zeitattacke mit dem Medium-Reifen vorne und dem Soft-Reifen hinten in die Garage zurück und spürte starke Vibrationen an der Vorderseite. Für den letzten Versuch stieg er auf das zweite Fahrrad, auf dem bereits das harte Rad bereit stand und hinten das weiche Rad.
Wie Antonio Boselli erklärte Sky Sport MotoGP, Martin wollte bereits beim ersten Angriff den harten Reifen und stattdessen setzte man ihn auf den mittleren Reifen. Die Tatsache, die zweite Ducati zu verwenden, anstatt die Reifen der ersten zu wechseln, wurde einfach aus Zeitersparnis beschlossen.
Es sollte auch hinzugefügt werden, dass andere Ducati-Fahrer zwar Vibrationsprobleme an der Vorderseite hatten (Gigi Dall’Igna sagte das), aber bei Jorge waren es doppelt so viele. Anschließend wurden weitere Analysen mit Michelin durchgeführt, um herauszufinden, ob ein Problem im Zusammenhang mit dem Reifen vorliegt.
Gino Borsois Frust
Gino Borsoi, Teammanager von Prima Pramac Racing, äußerte sich auf Sky Sport MotoGP folgendermaßen, als er gefragt wurde, warum Martin seine zweite Desmosedici mit dem harten Reifen vorne nutzte: „Er musste es tun, der Vorderreifen sprang stark. Es schien unausgeglichen zu sein, wir müssen uns die Daten ansehen. Es ist wieder einmal nicht klar, warum … Leider ist es so passiert. Gemeinsam mit Michelin prüfen wir, was passiert ist, bevor wir Aussagen machen, die möglicherweise nicht korrekt sind. Jorge sagte, er könne nicht fahren, weil die Front zu stark hüpfe„.
Borsoi sagte, er sei ausgesprochen traurig, denn es scheine erneut ein Problem im Zusammenhang mit dem Michelin-Reifen gegeben zu haben, auch wenn noch Analysen im Gange seien: „Wir mussten vor Pecco bleiben. Leider musste er das zweite Fahrrad mit dem harten Vorderrad benutzen, er wäre fast gestürzt. Daher ist es schwierig, sich zu qualifizieren, insbesondere wenn man mit einem Pecco, der wieder schnell ist, um eine Weltmeisterschaft kämpfen muss. Wir haben es nicht gebraucht, wir können es nicht auf Augenhöhe spielen. Wir werden es im Sprint und im Rennen noch einmal versuchen„.
Foto: Sky Sport MotoGP