4. Juli 2003, Doriano Romboni kehrt nach dreijähriger Abwesenheit zu Wettbewerben zurück. Der Fahrer aus La Spezia gehörte jahrelang zu den großen Protagonisten der MotoGP. Er hatte nicht viel gewonnen, er hatte insgesamt 6 Siege und 22 Podestplätze, aber er war emotional. Seine Duelle mit Max Biaggi und Loris Capirossi gingen in die Geschichte ein. Nach zehn Saisons zwischen 125, 250 und 500 m landete er in der Superbike-Weltmeisterschaft, erlitt dann aber beim Großen Preis von Italien 1999 in Monza eine schwere Verletzung und schied aus. Der Wunsch zu laufen war jedoch immer noch stark, sehr stark. 2003 kehrte er daher zurück, überzeugt auch von seinem Freund Giuliano Sartoni.
Er kehrt zurück, um Helm und Anzug in der italienischen Superbike-Meisterschaft zu tragen, zusammen mit Giesse, einem kleinen, aber superprofessionellen Team. In jenen Jahren war das Niveau der italienischen Flagge sehr hoch, es gab Fahrer, die sogar in der Weltmeisterschaft Protagonisten waren. Romboni fährt Rennen auf einem alten Motorrad, das Geschichte geschrieben hat: der legendären Ducati 996. Er ist am Ende seiner Karriere, aber seine Leidenschaft ist groß und sein Talent geblieben. Und so erreichte er in seinem ersten Rennen nach dem Stopp auf Anhieb einen hervorragenden dritten Platz hinter Sanchini und Borciani. Romboni schafft es immer, der Protagonist zu sein, er erlebt eine neue Jugend und klettert im letzten Rennen des Jahres auf die zweite Stufe des Podiums, nur geschlagen von Lucio Pedercini. Er beendete das Jahr 2003 mit zwei Pole-Positions, einem zweiten, einem dritten und einem vierten Platz in vier Rennen.
Im folgenden Jahr blieb er in Giesse, trat aber auf der Yamaha R1 an und kehrte mit der Teilnahme am Großen Preis von San Marino auf die Weltbühne zurück. Es sind die goldenen Jahre der SBK und schon das Erreichen der Punkte ist ein Erfolg. Doriano Romboni verlässt die Wettkämpfe zum Jahresende endgültig, besucht aber weiterhin das Fahrerlager. Er wird Bundestechniker und arbeitet außerdem als Sportdirektor im Team Puccetti Racing.
Am 30. November 2013 nahm er am SicDay teil, einem Amateur-Supermotard-Rennen zum Gedenken an Marco Simoncelli auf der Sagittario-Rennstrecke in Latina. Das Drama. Mit 44 verliert einer der beliebtesten Piloten sein Leben. Zehn Jahre sind seit diesem dramatischen Tag vergangen, aber die Erinnerung ist immer noch lebendig. Mehr als je zuvor.