BMW fährt nicht nur Rennen, um teilzunehmen, es will gewinnen. In der Superbike-Weltmeisterschaft investiert man in den Erfolg und beschränkt sich dabei nicht nur auf die Verpflichtung eines Spitzenfahrers wie Toprak Razgatlioglu, sondern hat auch eine effizientere interne Umstrukturierung vorgenommen und ein Testteam zusammengestellt, das für die Entwicklung der M 1000 RR nützlich ist. Zwei erfahrene Fahrer wie Sylvain Guintoli und Bradley Smith können als Testfahrer einen wichtigen Beitrag leisten.
Im Jahr 2024 besteht das Ziel darin, deutlich zu wachsen und den Grundstein für den Angriff auf den Titel im Jahr 2025 zu legen. Wenn Razgatlioglu weiterkommen würde, umso besser. Der Türke ist ein Gewinner und seine Anwesenheit in der Garage ist ein Ansporn für das gesamte Team und auch für die Muttergesellschaft. Auf globaler Ebene gibt es auch das nicht zu unterschätzende Engagement in der EWC (Endurance World Championship).
Superbike, erklärt Flasch die Pläne von BMW
Es ist seit November 2023 verfügbar Mark Flasch an der Spitze von BMW Motorrad als Nachfolger von Markus Schramm. In einem aktuellen Interview mit Motorradonline.de erläuterte er als großer Unterstützer des Motorsports seine Pläne: „Wir werden unser Engagement im Motorsport weiter verstärken, auch auf globaler Ebene. Wir schauen uns genau an, wie sich das World Superbike-Format entwickelt und ob es in Bezug auf Strecken, Kalender und Technologie das Richtige für uns ist. Wir wollen auch entscheiden, ob dies zusammen mit der EWC und der IDM das einzige Engagement bleibt oder ob wir uns auch für andere Meisterschaften entscheiden. Wir werden in Kürze organisatorische Änderungen vornehmen, um uns darauf vorzubereiten. Das bedeutet nicht, dass wir uns für die eine oder andere Serie entscheiden„.
Apropos organisatorische Veränderungen: Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass es ab dem 1. Juni 2024 Änderungen geben wird Sven Blusch Chef von BMW Motorrad Motorsport also Marc Bongers wird sich voll und ganz auf die operative Leitung des WorldSBK-Engagements konzentrieren. In der Pressemitteilung wurde klargestellt, dass Blusch „wird sich auf die strategische Neuausrichtung konzentrieren und das solide Fundament für zukünftige Erfolge im Motorsport stärken„. Für die Zukunft scheinen einige Neuigkeiten in der Pipeline zu sein.
Zukunft in der MotoGP?
Flasch wurde nach einem möglichen zukünftigen Einstieg gefragt MotoGP und er schloss es nicht aus: „BMW M ist seit Jahren Automobilpartner der MotoGP. Als Chef von BMW M habe ich an allen Rennen teilgenommen, kenne alle Verantwortlichen und wir sind als Marke dort präsent. Es ist klar, dass es für uns einen Sinn ergeben muss und deshalb prüfen wir es genauer. Ich würde es nicht ausschließen„.
Eine wichtige Ankündigung des deutschen Managers, der eine Landung in der Königsklasse der MotoGP nicht ausschließt. Viel wird von den Regeln abhängen, die ab 2027, also nach Auslaufen der aktuellen technischen Verordnung, festgelegt werden. Um den Markteintritt neuer Hersteller zu fördern, Dorna Sports Arbeit für Regeln, die kein potenzielles Hindernis darstellen. Offensichtlich ist es nicht einfach, alle Hersteller der aktuellen Startaufstellung zu einer Einigung zu bewegen, und man hofft, dass die Parteien zum Wohle der Meisterschaft zusammenkommen. BMW beobachtet, bereit zum Einstieg, wenn die Bedingungen stimmen.
Foto: BMW