MotoGP, Yamaha frieren nach den Tests: „Wir sind noch weit weg“

Yamaha arbeitet seit einiger Zeit auf Hochtouren, um die Weiterentwicklung des MotoGP-Prototyps fortzusetzen, doch Tests vor der Saison haben gezeigt, dass der M1 noch weit von den großen Namen entfernt ist. Die Ankunft von Alex Rins anstelle von Franco Morbidelli war ein erster Erneuerungsversuch für den Iwata-Hersteller. Der Einstieg von Massimo Bartolini als technischer Direktor gilt im Fahrerlager als nahezu beispielloser Coup. Es könnte aber noch mehrere Monate dauern, bis er wieder um den Weltmeistertitel kämpft. Letztes Jahr erlebte Yamaha seine erste sieglose MotoGP-Saison seit 2003.

Analyse von Maio Meregalli

In diesem hektischen Warten auf die Rückkehr von Yamaha an die Spitze laufen die Verträge der Fahrer aus. Der Vertrag von Fabio Quartararo läuft am 31. Dezember aus, aber bis zum Ende des Frühlings brauchen wir Gewissheit und vor allem die Unterschrift bei der Verlängerung oder bei einem anderen Hersteller. Die Wintertests brachten keinen Hauch von Optimismus in die Diapason-Werkstatt und Teammanager Massimo Meregalli ist sich dessen bewusst. Bei der Höchstgeschwindigkeit ist eine leichte Verbesserung zu verzeichnen, der Abstand zur Konkurrenz ist jedoch immer noch erheblich. „Ich habe ehrlich gehofft, dass wir uns näher kommen würden“, sagte er am Ende des MotoGP-Tests in Katar. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Konkurrenz diesen großen Schritt machen würde„.

Ein wiederkehrendes Thema für Yamaha ist die Geschwindigkeit im Qualifying. In der vergangenen Saison hatte Fabio Quartararo mehrfach Probleme, ins Q2 zu kommen, der Zeitangriff ist eine Achillesferse. Und ohne aus den ersten Reihen zu starten, wird es unmöglich, gegen acht Ducatis und die anderen Konkurrenten anzutreten. „Die Lücke bei den Zeitangriffen ist immer noch wichtig, darauf müssen wir unsere ganze Kraft konzentrieren“, unterstreicht Meregalli. „Oft bringt es Vorteile, von vorne zu beginnen. Das ist ein Bereich, in dem wir uns verbessern müssen. Hoffentlich finden wir im Laufe der Saison eine Lösung. Wir sind noch weit davon entfernt, aber es war positiv„. Die Iwata-Ingenieure haben zwei Ziele: mehr Grip am Heck zu finden und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.

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