Superbike Phillip Island: Last-Minute-Reifen, die Hinterreifen sind angekommen

Superbike-Fahrer und -Teams gingen zu Bett und waren davon überzeugt, dass der letzte Testtag vor der Saison regulär am Dienstag, dem 20. Februar, stattfinden wird. Der Reifenskandal, der durch eine Reihe von Verzögerungen bei der Ankunft von Containern auf dem Seeweg ausgelöst wurde, steht möglicherweise im Abspann. Am späten Nachmittag des heutigen Montag, den 19., erhielten die Teams vom Zulieferer Pirelli zwei bereits auf Felgen montierte Hinterräder. Der Container mit den Vorderrädern fehlt noch: Er sollte in der Nacht ankommen. Die Techniker werden vor Tagesanbruch auf der Rennstrecke sein, um die Montage- und Vorheizarbeiten abzuschließen, damit die Fahrer um 09:10 Uhr Ortszeit auf die Strecke gehen können. Insgesamt stehen acht Stunden zur Verfügung, verteilt auf zwei Sitzungen à vier Stunden. Sofern es keine Probleme gibt, versteht sich.

“Alles wird gut”

Die Ankunft der Hintermänner beruhigte alle. „Wir sind davon überzeugt, dass alles gut wird“, gesteht Filippo Conti, Chef von GRT Yamaha, der durch die Aufstellung seines Heimatidols Remy Gardner (beide auf dem Eröffnungsfoto) Phillip Island ins Rampenlicht rücken wird. „Mittlerweile haben wir in der Garage zwei bereits montierte Hinterräder pro Fahrer. Uns wurde versichert, dass die vorherigen eintreffen werden, aber im Moment sind wir nicht ganz sicher, ob die Sitzung zum geplanten Zeitpunkt beginnen wird. Daumen drücken.„Gardner war der Schnellste beim 24er-Teststarter in Jerez, letzten Oktober, am Ende der Weltmeisterschaft, und er zeigte auch auf den folgenden Etappen, wiederum in Jerez und Portimao, Ende Januar, sehr hohe Leistungen.

Top technische Ausstattung

GRT Yamaha wird das gleiche technische Paket der YZF-R1 dem offiziellen Team für Jonathan Rea und Andrea Locatelli zur Verfügung stellen. Die Möglichkeit, zwei ehemalige Weltmeister wie Gardner (Moto2) und Dominique Aegerter (zweifacher Supersport-Champion) aufzustellen, ist selbstverständlich, dass die Ambitionen des umbrischen Teams mit einer operativen Basis in Gerno di Lesmo im Yamaha-Hauptquartier sehr hoch sind. „Wir sind bereit für unser Debüt, Phillip Island hat uns gewohnt herzlich empfangen, auch wenn wir hier meteorologisch gesehen die gleichen Temperaturen haben wie in Italien, in der bisher sonnigsten Stunde haben wir 17°C nicht überschritten.“

Reifenlebensdauer, das ist das Rätsel

Die Teams behalten die Temperaturparameter im Auge, da diese Strecke aufgrund der drei sehr schnellen Linkskurven eine extreme Herausforderung für die Reifen darstellt. Pirelli hat für lange Rennen die Verwendung nur eines Reifentyps vorgesehen, nämlich des SC1. Der neue Manager Steven Neumann übernimmt die Leitung des Streckenbetriebs. Bei dieser Gelegenheit wurde er vom Motorrad-Renndirektor Giorgio Barbier unterstützt, der im weiteren Verlauf der Saison in die Moto2- und Moto3-Front wechseln wird. Der einzige Anbieter hat den großen Teams die Anweisung gegeben, mindestens eine Rennsimulation über eine Distanz bereitzustellen, die der bei langen Rennen erwarteten Distanz möglichst nahe kommt, d. h. 22 Runden. Es besteht Bedarf, sich ein Bild über den Abnutzungsgrad des neuen Asphalts zu machen. Mittlerweile gibt es Hinweise aus den Supersport-Tests: Die Zeiten lagen im Rennen 2023 zwei Sekunden unter den vorherigen und die Haltbarkeit des einzigen verfügbaren harten Reifens ist optimal.

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