MotoGP, HRC-Direktor: „Wir versuchen alles zu ändern“

Die MotoGP-Saison 2024 begann bei Honda im Zeichen der Innovation. Nicht nur Luca Marini anstelle des legendären Marc Marquez, sondern auch eine brandneue Lackierung, die nach dreißig Jahren ihr Aussehen verändert. Repsol und Honda gehen in das 30. Jahr ihrer Partnerschaft, doch der spanische Ölriese hat sein Engagement und damit auch sein Logo auf der Verkleidung reduziert, um den Firmenfarben mehr Platz zu geben. Das eigentliche Ziel ist jedoch nicht die Form, sondern der Inhalt.

HRC auf dem Weg zu einer neuen Entwicklung

Das MotoGP-Projekt spielt weiterhin eine zentrale Rolle in Hondas Plänen, die Weiterentwicklung der RC213V steht im Fokus der Ingenieure. HRC-Direktor Tetsuhiro Kuwata durfte Madrid am Tag der Präsentation des Teams 2024 auf keinen Fall verpassen. „Für dieses Jahr versuchen wir, alles zu ändern. Wir arbeiten in allen Bereichen„, sagte Kuwata zu MotoGP.com.Wir haben die Richtung verstanden, nun müssen wir ihr folgen, um unsere Ziele zu erreichen„. Der Test in Malaysia brachte erste positive Rückmeldungen von Mir, Marini, Zarco und Nakagami. Zum ersten Mal scheint es in der Box einen einstimmigen Chor zu geben, aber das reicht sicherlich nicht aus, um zum Sieg zurückzukehren.

Am RC-V wird gearbeitet

Dies ist in vielerlei Hinsicht ein völlig neues Motorrad. „Bei der RC213V handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung. Honda integriert nun auch die Aerodynamik in das Gesamtkonzept. Ein wichtiger Schritt ist ein neuer V4-Motor„. In Sepang bestätigten die Fahrer, dass das Drehmoment etwas höher war als im Vorjahr, eine gleichmäßigere Gaszufuhr und auch der Sound verändert war. Beim Zeitangriff fuhr Joan Mir eine Zeit von 1’57″374, was die beste Zeit darstellt, die Honda jemals in Sepang gefahren ist, obwohl sich auch die Konkurrenz verbessert hat und der japanische Hersteller immer noch zurückliegt. „Es geht nicht nur um Aerodynamik, Motor und Fahrwerk, sondern wir müssen das Gesamtpaket betrachten. Wir lernen noch viel, aber wir verstehen auch viel.“

Die Gewerkschaft Honda – LCR

Beim MotoGP-Test in Malaysia erwies sich das neue Motorrad im Qualifying als konkurrenzfähiger als auf den Longruns. Als Schwachstelle identifizierten die Fahrer den Grip und die Traktion während der Beschleunigungsphase am Kurvenausgang. Um eine perfekte Mischung zu erreichen, werden noch viele Kilometer benötigt, um die richtige Balance zwischen Leistung, Aerodynamik, Abstimmung, Elektronik und Holeshot-Geräten zu finden. „Uns ist ganz klar, was unsere Schwächen sind. Darauf konzentrieren wir uns„Kuwata hat zugegeben. „Wir haben vier Fahrer, nicht nur zwei. Wir müssen jede Chance nutzen (einschließlich Zugeständnisse, Hrsg.) das Fahrrad weiterzuentwickeln„.

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