Beim MotoGP-Test in Sepang werden alle Augen auf die Ducati-Werkstatt gerichtet sein, wo die Neugier groß ist, die ersten aerodynamischen Innovationen der Desmosedici GP24 unter die Lupe zu nehmen. In den letzten Wochen hatte Gigi Dall’Igna ein Motorrad angekündigt, das in Bezug auf die Verkleidung in gewisser Weise revolutionär war, doch vorerst konzentrieren sich die Männer von Borgo Panigale besonders auf die Konfiguration des neuen V4. Fehlt Franco Morbidelli, an seiner Stelle der Testfahrer Michele Pirro, der aus Sponsoringgründen mit einer „ganz schwarzen“ Ducati fährt.
Ducati GP24 „unter dem Messer“
Der erste Testtag begann mit prekären Streckenbedingungen aufgrund des Sturms, der in den vorangegangenen Stunden wütete. Daher stürzte der amtierende Meister in der ersten Runde und musste mit dem Trolley an die Box zurückkehren (kurz darauf stürzten unter anderem auch Fernandez, Nakagami und Oliveira. Probleme auch für Marc Marquez. Die Entwicklung der Ducati Desmosedici GP24 geht durch die Hände von Michele Pirro, bevor es den offiziellen Piloten anvertraut wurde. Die neue Verkleidung wird größere Flossen am Heck und an den Bäuchen mit anders geformten Strömungsumlenkern aufweisen.
Teammanager Davide Tardozzi gibt die ersten Beobachtungen nach den ersten Stunden der MotoGP-Tests auf der malaysischen Rennstrecke bekannt. „Wir begannen mit den Fahrern des letzten Jahres, um eine Referenz zu geben, aber heute Morgen war die Strecke sehr schmutzig – erklärte er gegenüber Sky Sport MotoGP –. Aus diesem Grund kam es in der ersten Runde zu einem kleinen Unfall von Pecco, allerdings nur, weil der Asphalt nass und schmutzig war. Sie sind sofort auf das 2024er-Bike umgestiegen, wo wir daran arbeiten, die Motoreinstellung zu finalisieren. Sobald alles gut läuft, werden wir einen ersten Test mit der neuen Verkleidung machen. Ansonsten machen wir es wie geplant morgen früh„.
Jorge Martin sofort auf der Pole
Die neue Ducati bringt im Vergleich zur 2023er-Version noch mehr PS mit und soll höhere Höchstgeschwindigkeiten ermöglichen, um vor allem die Leistung auf der Geraden zu verbessern. „Der 2024-Motor wurde bereits in Valencia und auch von Michele Pirro beim Shakedown getestet, es geht nur noch um die Feinabstimmung … es ist ein kleiner Schritt nach vorne“, schließt Davide Tardozzi. Jorge Martin übernahm sofort die Führung in der Zeitenliste, nachdem er hinten den weichen Reifen montiert hatte. „Er möchte allen und sich selbst beweisen, dass er superschnell ist, und das ist er auch, denn seit dem zweiten Einsatz ist er gute Zeiten gefahren„.
Die Rangliste um 09:10

Foto: Motogp.com
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