Gestern fand das lang erwartete Debüt von Sam Lowes an Bord der Ducati Panigale V4 R statt. Die Bedingungen in Jerez waren nicht ideal. Am Morgen hatte es geregnet und die Temperatur erreichte einen Spitzenwert von 14 Grad. Er drehte einige Runden auf den Regenreifen von Pirelli und konnte am Nachmittag auch auf Slicks fahren, da die Strecke trockener war. Für ihn und das Marc VDS-Team ein erster Kontakt mit der Superbike-Welt. Es war wichtig, das Fahrrad vor Ende 2023 zu testen.
Superbike, Jerez-Test: Lowes’ Sensationen
Der britische Fahrer ist mit dem Verlauf trotz des ungünstigen Wetters zufrieden: „Der Tag begann mit Spannung und Vorfreude. Ich wollte unbedingt mit der Ducati fahren und mein WorldSBK-Debüt geben, aber die Bedingungen waren nicht ideal. Vor dem ersten Lauf auf der nassen Strecke war ich sehr nervös. Aber nach drei Runden hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht, weil das Motorrad so freundlich zu fahren war und mir sofort Selbstvertrauen gab. Ich habe mich sofort im Team wohl gefühlt, sie konnten mir erklären, worauf ich mich konzentrieren muss, um auf einem Superbike schnell zu sein„.
Lowes weiß, dass er sich an die Panigale V4 R gewöhnen muss und hatte gleichzeitig bereits Gelegenheit, sich von den Qualitäten des Bologneser Motorrads zu überzeugen: „Ich muss nach langer Zeit in der Moto2 meinen Stil ändern, aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Ich muss unbedingt schauen, wie ich bremse. Aber ich liebe das Fahrrad, es macht einige Dinge unglaublich gut und es lässt sich großartig fahren. Die Geschwindigkeit ist wirklich beeindruckend. Ich habe den Gang gewechselt und das Motorrad wollte einfach weiter beschleunigen. Ich war beeindruckt, wie gut die Elektronik die Leistung auf abgefahrenen Reifen bewältigte„.
Jetzt muss er bis Januar 2024 warten, um wieder auf das Motorrad zu steigen. Er muss bei den Tests vor der Saison gut abschneiden, bevor er mit den Rennen beginnt. Sam ist jedoch optimistisch, was er in der Superbike-Weltmeisterschaft erreichen kann: „Ich freue mich auf Rennen im Jahr 2024. Ich weiß, dass die WorldSBK eine Meisterschaft auf höchstem Niveau ist, aber dieser Test hat mich davon überzeugt, dass wir konkurrenzfähig sein können, weil ich weiß, dass es viel Raum für Verbesserungen gibt„.
Foto: Marc VDS