Luca Marini schloss das Wochenende in Malaysia mit einem 9. Platz im Sprint und einem Top-10-Platz im Sonntagsrennen ab. Er fliegt mit einem neuen Vertrag (bereits unterschrieben?) in Honda-Farben nach Katar und überrascht den MotoGP-Fahrermarkt mit großer Überraschung. Beim Valencia-Test, der in etwas mehr als zwei Wochen ansteht, wird er die RC213V von Marc Marquez erben und sich einer Herausforderung stellen, die keineswegs einfach ist.
Kompliziertes Malaysia für „Maro“
Valentino Rossis jüngerer Bruder hatte auf der Rennstrecke in Sepang Probleme, er lag fast 20 Sekunden hinter dem Sieger und Teamkollegen Enea Bastianini. Von Platz fünf gestartet, konnte er seine Position im Rennen nicht lange halten und musste sich im Ziel nach einem engen Kampf seinem VR46 Academy-Kollegen Franco Morbidelli beugen. Der schreckliche Start hatte bereits einen ungünstigen Sonntag angekündigt: „Der Anfang ist sehr wichtig. Leider habe ich dort viele Wheelies gemacht. Als das Vorderrad wieder auf dem Boden aufschlug, musste ich das Gaspedal abstellen und alle überholten mich vor Kurve 1… Dann stieg die Temperatur im Vorderreifen und das Motorrad war in den Bremszonen nur schwer zu beherrschen„.
Die Vereinbarung mit dem Honda-Werk
Die große Neuigkeit des malaysischen Wochenendes ist die fast unterzeichnete Vereinbarung mit Repsol Honda. Fehlt nur noch die offizielle Ankündigung, die vor dem Großen Preis von Katar erfolgen könnte. Luca Marini bedient sich vorerst kryptischer Töne, doch er ist kein Geheimnis mehr. „Ehrlich gesagt ist die Situation die gleiche wie am Samstag. Ich kann zu diesem Thema nichts sagen … Alle Medien sagen es, aber das Wichtigste ist, dass es Titel gibt, die sich verkaufen. Es ist okay, es ist auch dein Job, ich mache meinen Job … Es ist eine schwierige Situation„.
Am Sonntag veröffentlichte Valentino Rossi auf Instagram ein Foto aus dem Jahr 2002 in Repsol-Farben, das einige Beobachter als versteckten Hinweis interpretierten. Das Bild wurde Luca gezeigt, der ironisch antwortete: „Vielleicht kommt er zurück und fährt einen Honda! Es wäre interessant. Ich denke, es könnte schnell gehen„.
Luca und der Wunsch nach Veränderung
Der Fahrer aus Tavullia belegt in seiner dritten Saison in der MotoGP vor dem vorletzten Saisonlauf den achten Platz in der Gesamtwertung. Auf der anderen Seite ein wirklich vertrautes Technikteam und ein super konkurrenzfähiges Motorrad wie die Ducati Desmosedici GP23. Doch angesichts eines Angebots eines Werksteams kann er trotz der offensichtlichen Probleme bei Honda nicht zurückweichen. Sein Manager scheint dem Team von Alberto Puig einen Mehrjahresvertrag entrissen zu haben …“Es ist einfach eine Freude, in dieser Situation zu sein – gibt Luca Marini zu –. Ich möchte die besten Chancen für meine Karriere und mein Leben haben und versuche, im nächsten Jahr und in den kommenden Jahren die bestmöglichen Ergebnisse anzustreben„.
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Foto: Mooney VR46 Racing Team