Die Saison von Valentino Rossi im GT World Challenge Europe Endurance Cup endete mit einem Sturz im Kiesbett. Enttäuschendes Meisterschaftsfinale für die MotoGP-Legende, die sich jedoch mit den hervorragenden Ergebnissen ihrer Academy-Studenten in der MotoGP trösten kann. In zwei Wochen findet die letzte Runde der GT WCE in den Niederlanden statt, wo auch die zehnte Runde des Fanatec GT Sprint Cups ausgetragen wird.
Viele Unfälle in Katalonien
Von der Startrunde an ging es auf dem Circuit de Catalunya chaotisch zu. Zuerst kam es in der vierten Kurve zu einer Berührung zwischen Maro Engel und Jordan Pepper, dann prallte Michele Beretta im Lamborghini Iron Lynx gegen das Heck des BMW M4 GT3 WRT von Charles Weerts. Eine Runde später verlor der belgische Fahrer auf der Startgeraden seine hintere Stoßstange, sodass das Rennen abgebrochen wurde, um das Teil zu bergen und die Strecke zu säubern.
Kurz nach dem Neustart drehte sich Alex Malykhin und das Rennen wurde erneut neutralisiert. Erneuter Unfall beim Restart: Valentino Rossi blieb am Ausgang der achten Kurve im Kiesbett stecken, was eine erneute Rennunterbrechung zur Folge hatte. Der Doctor verlor die Kontrolle über den BMW M4 GT3 und kam als 17. von der Strecke ab. Nach der Bergung aus dem Kiesbett setzte der BMW das Rennen fort, doch nach wenigen Runden parkte Maxime Martin das Fahrzeug schließlich in der WRT-Garage.
„Nein“-Sonntag für das Team von Valentino Rossi
Das katalanische Wochenende begann mit Wagen Nr. 46 lag im ersten Privattest in Führung, doch nach und nach traten die Rhythmus- und Griffprobleme wieder auf. Bereits in der Startphase wich Valentino Rossi einem McLaren aus und erhielt eine Strafe – ein unvergesslicher Sonntag. Alessio Rovera, Robert Shwartzman und Nicklas Nielsen vom Team AF Corse standen am Steuer des Ferrari 296 GT3 ganz oben auf dem Podium.
Die zweite Rennsaison von Valentino Rossi am Steuer des BMW M4 GT3 geht bitter zu Ende und es ist Zeit, über die Zukunft nachzudenken. „Es ist schade, denn wir hatten ein gutes Rennen – sagte der ehemalige MotoGP-Fahrer –. Ich habe nach dem Restart einen Fehler gemacht, weil ich sehr nah am Vordermann war. Ich bin zu aggressiv aus Kurve 7 herausgekommen und habe das Auto verloren. Zuvor hatte ich in den ersten Runden einen McLaren berührt und eine 10-Sekunden-Strafe erhalten. Wir hatten hier in Barcelona ein ziemlich schwieriges Wochenende, wir waren nicht da, wo wir wollten“.