Fausto Gresini und Marco Simoncelli hätten heute zusammen gefeiert

Marco Simoncelli, Fausto Gresini

„Als ich mit Minibikes angetreten bin, habe ich die Pokale gewonnen, aber die mit Schweinefleisch. Wie schön wäre es, wenn sie sogar bei der Weltmeisterschaft mit Salami, Coppa und Schinken prämieren würden!“ Das war einer der vielen Witze von Marco Simoncelli beim ersten SuperSic Day, der Party um seinen Weltmeistertitel. An diesem Abend in Coriano waren viele Fahrer, sogar die Kids aus dem Jugendbereich, wie Enea Bastianini, mehrfacher Minibike-Champion. Niemand hätte an diesem Tag jemals gedacht, dass das Schicksal Sic’s Träume zerstören würde. Niemand dachte daran, dass Aeneas, ein zehnjähriger Junge, später das Erbe von Marcus antreten würde.

Nach dem WM-Titel war Sic noch ein Jahr in der 250er geblieben, dann war er 2010 mit Fausto Gresini in der MotoGP gelandet. Sein Teamkollege war Marco Melandri. „Wir haben mit „Marco Grande“ und „Marco Piccolo“ ein wunderbares Team gebildet – sagte Fausto – Ich definiere sie so nicht nach ihrem Wert, sondern nur nach ihrer Höhe“. Ja, denn Sic war ein Riese.

Marco Simoncelli und Fausto Gresini, beide Ende Januar geboren, hatten viel gemeinsam: Sic am 20. und Fausto am 23. Sie waren echt, bescheiden, auf der Piadina aufgewachsen, verbunden mit ihrem Land, ihrer Familie und dem Authentischen Werte des Lebens. Sie waren besonders direkt. „Ich bin immer ich selbst und sage immer, was ich denke – sagte Sic – Mir ist klar, dass mir diese Sache Nachteile bringen kann, weil mich jemand vielleicht nicht mag, aber das ist mir egal“. Fausto Gresini gelang es, diplomatischer zu sein, aber er war immer aufrichtig. Das Gresini-Team hatte seinen Hauptsitz in Faenza und die Rennabteilung in San Clemente, 5 Kilometer von Sics Heimat entfernt. Sie waren sich in allem sehr nahe.

Ihre Bindung war sehr stark und Marcos Tod lastete schwer auf Fausto. Mit seiner außergewöhnlichen inneren Stärke hatte er sich gewehrt und weitergemacht. Das Schicksal wütete dann auch gegen ihn, der früh starb. Marco und Fausto haben unauslöschliche Spuren hinterlassen, sind aber dank ihrer Familien immer noch im Fahrerlager präsent.

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Foto der Sic58 Squadra Corse-Website

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