Pramac Racing hat sich wie die Werksteams zu einem erstklassigen Team in der Königsklasse entwickelt. Zum ersten Mal in der Geschichte der MotoGP gelang es, als Kundenteam die Team-Weltmeisterschaft zu gewinnen und kam 2023 mit Jorge Martin sogar dem Fahrertitel nahe. Ein geschäftlicher und sportlicher Weg, der zu Beginn des Jahrtausends eingeschlagen wurde und dessen Generatoren heute in den Abendstunden einen Großteil der internationalen Rennstrecken beleuchten.
Der Aufstieg von Pramac und Ducati
Nicht jeder weiß, dass Pramac das Akronym der drei Brüder ist, des Vaters, der in den sechziger Jahren alles begann, und der Mutter: Paolo, Riccardo, Alessandro, Mario und Adriana Campinoti. Von Betonmischern und Gabelstaplern haben sie sich zu einer führenden Marke in der Herstellung professioneller Generatoren, Maschinen für den Materialtransport in Innenräumen, Lichtmasten und Motorpumpen entwickelt und erwirtschaften einen Umsatz von über 200 Millionen Euro pro Jahr. Aber nicht nur das, Pramac ist auch ein Team, das sich, auch dank der Unterstützung von Ducati, solide in der MotoGP-Meisterschaft etabliert hat.
Paolo Campinoti glaubte an den Hersteller aus Borgo Panigale, noch bevor mit Casey Stoner der erste Weltmeistertitel kam, gemeinsam erlebten sie gute und schlechte Zeiten. Heute kämpfen das Werksteam und das Satellitenteam gleichermaßen um die MotoGP-Weltmeisterschaft. Pramacs wahre Stärke liegt darin, den menschlichen Faktor in den Vordergrund zu stellen, eine kompakte Familie, bestehend aus Profis, die gemeinsam in die gleiche Richtung rudern. „Ich war schon immer davon überzeugt, dass ein Unternehmen ohne Herz ein Stück Eisen ist“, erklärt der Besitzer gegenüber Sky Sport MotoGP. Und selbst wenn ein „Stück“ verschwindet, kommt sofort ein neues Element hinzu und wird in die Gruppe aufgenommen. Ein bisschen wie kürzlich nach dem Abgang von Teammanager Francesco Guidotti, der 2023 durch Gino Borsoi ersetzt wurde.
Die Führenden der MotoGP-Klasse
Das Satellitenteam gilt als authentischer Ableger von Ducati, ein Vertrauen, das es sich im Laufe der Jahre voll und ganz verdient hat. „Jetzt ist es einfach, über Ducati zu sprechen – erinnert sich Paolo Campinoti -. Aber als wir ankamen, war Ducatis MotoGP ein Motorrad, das niemand wollte, aber wir glaubten an das Projekt, an die Leute, an die Stärke von Ducati … Jetzt ist Ducati das beste Team/Unternehmen in der Weltmeisterschaft„. Bis vor ein paar Jahren wollten nur wenige Fahrer auf den Desmosedici GP wetten, Jorge Lorenzo ließ sich mit einem pharaonischen Gehalt überzeugen. Stattdessen gibt es ab diesem Jahr auch Marc Marquez, zudem mit einem Satellitenteam…“Früher mussten wir den Fahrern zu viel bezahlen, und jetzt kam Marquez umsonst. Schauen Sie, was die Stärke dieses Unternehmens ist„.
Foto: Pramac Racing