Da man in der Moto3 keine Zeit hat, alle Entwicklungen der MotoGP 2024 zu notieren, muss man Überstunden machen. Richtig: Mit der durch die Verordnung freigeschalteten Entwicklung nun auch im „Einstiegsklasse“ der MotoGP kommen Liebhaber der Motorradtechnik auf ihre Kosten. Der Verdienst gebührt KTM (oder besser gesagt der Pierer-Gruppe), die seit den Tests in Portimao eine RC4 vorgestellt haben, die wirklich wie eine Miniatur-MotoGP aussieht. Zunächst einmal natürlich aus aerodynamischer Sicht.
SCHOCK FÜR PORTIMAO
Noch bevor die IRTA-Tests in Jerez de la Frontera begannen, sahen sich diejenigen, die die neue KTM RC4 2024 nicht in der Vorschau gesehen hatten, in der vorherigen Testrunde in Portimao einem Problem ausgesetzt Schock. Das ist vielleicht übertrieben, aber in einer Kategorie, die sich ausdrücklich der Förderung potenzieller Talente widmet, ist es eine Tatsache, die ehrlich gesagt zu einer gewissen Sensation führt, wenn man bedenkt, wie wir zu einer so erstklassigen technischen Entwicklung gekommen sind.
DIE KTM RC4 MOTO3 IST VON IHRER GROSSEN SCHWESTER INSPIRIERT
In den letzten Monaten wurde viel von einem „Honda-Bösewicht” für die Moto3 2024, aber in Wirklichkeit hat sich an ihrer NSF250RW kaum etwas geändert. Optisch nichts und motorisch sehr wenig, sodass der neue Motor offenbar nicht die von ihren Teams gewünschte Leistungssteigerung garantiert hat. Ein völlig anderes Leben für die Teams unter dem Dach von Pierer Mobility: Die RC4 2024 ist wirklich eine kleine MotoGP. Wenn man es sich anschaut, erkennt man unter dem aerodynamischen Aspekt eine obsessive Sorgfalt, so sehr, dass es wie eine Miniatur-RC16 aussieht.
AERODYNAMIK IN DER MOTO3
Seit Jahren wird in der 250er-4-Takt-Einzylinderformel die sogenannteWinglets„“ (Flossen) sind verboten, wobei das jüngste Experiment in dieser Angelegenheit auf den Mahindra MGP3O zurückgeht, der bei den Wintertests 2016 auf die Strecke ging. Dies hielt die Mattighofener Ingenieure jedoch nicht auf. Der RC4 des neuen Jahres zeigt einen „Schritt” auf der Verkleidung und erzeugt durch den Umlenker am Kotflügel einen echten aerodynamischen Kanal. Dies wird mit einem neuen Profil der Verkleidung (mit einem neuen Lufteinlass für die Airbox) kombiniert und wenn wir schon dabei sind: sogar der Anlasser stammt aus der MotoGP! Schluss mit dem Klassiker“Carello“, sondern vielmehr mit dem sogenannten „bohren“, der auf die linke Seite der Verkleidung passt.
EINE Rakete FÜR DIE VIER SCHWESTERN VON PIERER MOBILITY
Mit einem weiterentwickelten Motor hat die RC4 bereits die Wettbewerbsfähigkeitsstandards einer Moto3 verbessert. Am zweiten Testtag in Jerez brachen David Alonso (und andere) den bisherigen Streckenrekord um bis zu 1,6 Zoll und kamen auf ein spaciges Tief von 1,43 Zoll. Sicherlich dank der Pirelli-Reifen, aber auch eines Motorrads, das sich bei diesem Thema neue Ziele gesetzt hat. Die Pierer Mobility-Teams freuen sich, dieselbe Gruppe, die am Start mit vier Marken (KTM, GASGAS, Husqvarna und CFMOTO) vertreten sein wird und das Risiko eingeht, die Bank zu sprengen.