Der erste MotoGP-Testtag in Losail endete für Marc Marquez auf dem 16. Platz. Ein Ergebnis, das nicht die positiven Gefühle des mehrfachen Champions aus Cervera widerspiegelt, der vor allem auf den Fahrstil geachtet hat. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft geht es vor allem darum, sich mit der Ducati GP23 vertraut zu machen, ohne jedoch die Grundeinstellung zu vernachlässigen. Die malaysische Rennstrecke hat ihm noch nie gefallen, außerdem müssen bestimmte Erwartungen einiger Fans zurückgeschraubt werden.
Marquez gegen die jungen Stars
Die Position in der Gesamtwertung hat an einem Testtag keine große Bedeutung, spiegelt aber den Abstand wider, den der Neuzugang im Gresini-Team zur besten Runde von Pecco Bagnaia hat: 919 Tausendstel. Wer erwartet hat, dass es ausreichen würde, Marc Marquez einen Roten in die Hände zu geben, um problemlos zum Sieg zurückzukehren, wird enttäuscht. Der ehemalige Honda-Ass, der gerade vier sehr komplizierte MotoGP-Saisons hinter sich hat, ist sich dessen bewusst. „Ich verstehe die Erwartungen der Fans, aber die Realität sieht anders aus. Ich hatte vier schwierige Jahre. Ich muss es langsam angehen lassen und das Motorrad verstehen. Es braucht Zeit, weil ich ein Mensch bin„.
Der Zeitangriff stand am Montag in Doha nicht im Mittelpunkt, obwohl es wahr ist, dass es nie einfach sein wird, mit jungen Talenten vom Kaliber eines Bagnaia, Martin, Quartararo umzugehen. Der mittlerweile dreißigjährige Marquez kann dem Lauf der Zeit nichts entgegensetzen …“Die Jahre vergehen und es ist ganz natürlich, dass junge und sehr schnelle Fahrer hinzukommen. Jeder Sportler hat seine eigenen Highlights. Dann müssen wir verstehen, wie wir uns an neue Umstände anpassen können“, erklärte der achtmalige Weltmeister. Nach elf Jahren auf der RC213V wird die Umstellung auf die Ducati nicht so magisch zeitgemäß sein, wie manche es sich erträumt haben.
Im Hinblick auf die nächste Saison mahnt Marc Marquez zu Geduld und sich keine allzu großen Illusionen zu machen. „Es wird auf jeden Fall eine schwierige Saison. Vor allem drei, vier Jungs auf Ducatis sind superschnell. Gewinnen ist nicht mein Ziel. Denn wenn das mein Ziel wäre, wäre ich sofort frustriert„.
Gresini Racings Foto