Aprilia hat im Winter so intensiv gearbeitet, dass Aleix Espargaró beim MotoGP-Test in Sepang ein ganz anderes Motorrad vorfand. Es werden noch viele Kilometer benötigt, bis man sich an die neue Aerodynamik des RS-GP gewöhnt hat. Der Kurveneingang ist ein Punkt, an dem man arbeiten muss, indem man den Fahrstil nutzt. Das Potenzial des Prototyps 2024 ist sicherlich gewachsen, aber es braucht Zeit, um es zu destillieren. Nächste Woche kehren wir auf die Strecke in Katar zurück, wo der kürzlich erneuerte Asphalt einige Schwachstellen verbergen könnte.
Der neue RS-GP24
Die Zeiteinstufung ist in der Vorsaison nicht besonders aussagekräftig, dennoch sticht der Name Aleix Espargaró auf dem fünften Platz hervor und unterbricht damit die lange dominierende Spur der Ducatis. Wird es ausreichen, den Traum von der Weltmeisterschaft in der nächsten MotoGP-Saison zu verwirklichen? Es ist schwierig, Vorhersagen zu treffen, es wird sicherlich notwendig sein, zuerst alle Teile an den richtigen Ort zu bringen. „Die höhere Stabilität macht das Fahrrad auch körperlich anspruchsvoller“, unterstrich der Granollers-Veteran. „Andererseits ist das Motorrad definitiv konkurrenzfähiger, was mich wirklich glücklich macht. Körperlich ist es schwieriger, aber für mich ist es kein Problem„.
Die neue Aprilia RS-GP24 hat in verschiedenen technischen Bereichen sicherlich entscheidende Fortschritte gemacht, doch der Winterstopp reichte nicht aus, um das scheinbar eigentliche Problem zu lösen: die Höchstgeschwindigkeit. „Nach den diversen Änderungen im Getriebebereich benötigen wir weiterhin Drehmoment und Leistung im mittleren Drehzahlbereich. Das 2024er-Bike ist sicherlich besser, aber unser Schwachpunkt bleibt der Motor. Wenn wir mit den Großen mithalten wollen, muss die Motorleistung verbessert werden„.
Vinales’ Probleme
Beim Test in Malaysia experimentierte Aleix mit verschiedenen aerodynamischen Komponenten, genug, um klare Vorstellungen über das Paket zu haben, das in Katar homologiert werden soll, obwohl es auch hier kleine Details gibt, die noch verfeinert werden müssen. Allerdings müssen die Noale-Ingenieure ihre Aufmerksamkeit auf den V4 richten, wenn sie alle gemeinsam die MotoGP-Weltmeisterschaft anstreben wollen. Und in der anderen Ecke der Garage hofft man, dass Maverick Vinales angesichts der Schwierigkeiten, auf die er in Sepang gestoßen ist, so schnell wie möglich das Gefühl mit dem Motorrad finden kann. „In Wahrheit ist das Motorrad keine Revolution. Fahrwerk und Motor sind zu 99 % gleich. Aber die Aerodynamik verändert wirklich die Art und Weise, wie man Fahrrad fährt, und es scheint, als hätte es einen Umbruch gegeben„.
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