MotoGP, Marquez wie Verstappen: der Killerinstinkt, der sie verbindet

Marc Marquez hatte es satt, nicht zu gewinnen und mit angezogener Handbremse zu fahren, weshalb er die Entscheidung traf, Honda zu verlassen. Der Wechsel zum Gresini-Team ist vielleicht einer der überraschendsten in der Geschichte der MotoGP, aber aus technisch-sportlicher Sicht macht er Sinn. Der Einstieg auf eine Ducati kann es ihm ermöglichen, wieder konkurrenzfähig zu werden und Ergebnisse zu erzielen, die ihm HRC derzeit nicht garantieren kann. Er muss beim Fahren bestimmte Empfindungen spüren und die RC213V konnte ihm diese nicht mehr vermitteln, stattdessen brachte der erste Test mit der Desmosedici GP23 sein Lächeln sofort zurück.

MotoGP, Marc Marquez und der Vergleich mit Verstappen

Der Spanier wird im Februar 31 Jahre alt und ist hungrig auf neue Siege. Er hat acht Weltmeistertitel erreicht, den letzten im Jahr 2019, und weiß, dass es umso schwieriger werden kann, seine Bilanz zu verbessern, je mehr Zeit vergeht. Manche sehen ihn im Jahr 2024 mit der Gresini-Mannschaft darum kämpfen, erneut Meister zu werden. Er würde gerne eine Seite der Geschichte schreiben, indem er mit einem Satellitenteam den Weltmeistertitel erringen würde, etwas, das es in der MotoGP noch nie gegeben hat.

Sein Traum ist es, wieder die Referenz der Königsklasse zu sein, was er schon seit mehreren Jahren ist und die in den letzten Saisons beispielsweise Max Verstappen in der Formel 1 war. Marquez hat großen Respekt vor dem niederländischen Fahrer und traf ihn sogar beim letzten Honda Thanksgiving Day in Japan. Interviewed von racingnews365.comEr hob hervor, was Sie an Verstappen schätzen: „Ich mag Max wirklich, vor allem weil er ein echter Killer ist. Um zu gewinnen oder allgemein erfolgreich zu sein oder ein Held zu sein, muss man ein Killer sein. Das bedeutet, sich nur um das eine große Ziel zu kümmern, nämlich den Sieg„.

Marc findet sich ganz im Sinne des dreifachen Formel-1-Weltmeisters wieder: „Wie man das Ziel erreicht und wie man gewinnt, spielt keine Rolle. Seine Priorität ist der Sieg und in diesem Sinne haben wir die gleiche Einstellung. Deshalb gefällt es mir so gut„. Die beiden Fahrer scheinen in der Mentalität des Rennsports perfekt aufeinander abgestimmt zu sein.

Foto: Honda Racing