MotoGP, Marco Bezzecchi: „Marquez auf Ducati? Wir sind immer acht“

In seiner zweiten Saison in der MotoGP hätte Marco Bezzecchi beinahe den Weltmeistertitel gewonnen. Schade, dass die Ergebnisse am Ende der Meisterschaft leicht zurückgingen und es fast unmöglich war, mit den offiziellen Motorrädern von Bagnaia und Martin mitzuhalten. Doch der Student der VR46 Academy hat einen prestigeträchtigen Horizont vor sich, mit Charisma und einem Herz aus Gold auf seiner Seite. So sehr, dass er für das nächste Jahr eine offizielle Ducati (mit Pramac) ablehnte, nur um in der „Familien“-Garage zu bleiben.

Eine unvergessliche MotoGP-Saison

Die „Bez“ errang im Jahr 2023 drei Siege und vier Podestplätze und übertraf damit alle Erwartungen. Der erste Triumph in Argentinien war der Auftakt einer unglaublichen Saison. „Der Sieg verleiht einem einen anderen mentalen Zustand der Gelassenheit, weil einem bewusst wird, dass man es schaffen kann„. Der Fahnenträger des VR46-Teams belegte im Endklassement den dritten Platz, ein Ergebnis, das das bisher Erreichte und das von Valentino Rossi zusammengestellte Team würdigt. Schade, dass ihn Anfang Oktober ein Sturz auf der Ranch zu einer Operation am Schlüsselbein zwang, die im Endspurt der Weltmeisterschaft für einige Beschwerden sorgte. Die angegriffene Rennserie hat sich nicht zu seinen Gunsten ausgewirkt und er wird weiterhin von Fahrern und Teams kritisiert. „Das ist unsere Aufgabe und wir müssen uns anpassen, aber wir könnten mit den Organisatoren einen Kompromiss finden„.

Die Ziele der „Bez“

Im Sommer hatte Marco Bezzecchi die Gelegenheit, bei Pramac zu unterschreiben und in der nächsten MotoGP-Saison eine offizielle Ducati zu besitzen. Stattdessen lehnte die lockige Romagna sensationell ab. „Ich habe viel darüber nachgedacht – erzählt er „La Gazzetta dello Sport“ –. In meiner Karriere habe ich immer bessere Leistungen erbracht, wenn ich mich im Team wohl fühle„. Mittelfristig besteht das Ziel darin, bei der Desmosedici zu bleiben und sich einen Platz im Werksteam zu sichern. Die Ankunft von Marc Marquez beunruhigt ihn nicht, auch wenn die interne Konkurrenz zunimmt und die Möglichkeiten enger werden…“Wir sind immer noch acht Hähne… Eine Zukunft in der offiziellen Ducati wäre großartig„. Mit dem Abgang von Luca Marini zu Honda wird Bezzecchi einen neuen Teamkollegen haben: Fabio Di Giannantonio. „Für mich ändert sich überhaupt nichts„.

Foto: Mooney VR46 Racing Team