MotoGP, Meisterwerk von Jorge Martin: „Entweder ich habe gewonnen oder ich habe es auf die Tribüne geworfen“

Fantastischer Sieg für Jorge Martin beim MotoGP-Sprintrennen in Valencia. Er will bis zum Schluss um seine Chancen auf den Titel kämpfen und wird am Sonntag mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf Spitzenreiter Pecco Bagnaia antreten. Letzterer muss im Falle eines Sieges des Spaniers wie heute mindestens den fünften Platz belegen.

MotoGP Valencia, Martin hat alles gegeben

Der Fahrer des Prima Pramac Racing Teams: „Ein fantastisches Rennen, ich hatte einen guten Start. Niemand hat etwas zu verlieren, alle haben das Messer zwischen den Zähnen, aber ich auch. Ich habe mich mit dem Medium vorne definitiv nicht gut gefühlt, ich wäre in allen Linkskurven fast gestürzt. Aber ich sagte: „Entweder wir gewinnen, oder ich werfe es auf die Tribüne.“ Ich musste hart pushen, um den Abstand zu Brad zu halten, das war nicht einfach. Morgen hoffe ich, mit anderen Reifen schneller zu sein„.

Bagnaia setzte auf „Double Medium“, während Martin „Medium vorne“ und „Soft Rear“ wählte. Der Spanier scheint die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Gestern habe ich mich mit dem Medium gut gefühlt, heute habe ich nur mit dem Soft gearbeitet, weil ich in den ersten Runden etwas mehr hätte haben können. Am Ende hatte ich eine kleine Krise, aber es war wichtig, meine Konkurrenten zu überholen und mich an die Spitze zu setzen. Wenn man sich dann in den Vordergrund stellt, wird alles einfacher. Es war riskanter, das Medium vorne zu platzieren als das Soft hinten„.

Jorges Ansatz

War die erste Runde entscheidend? Jorge antwortet so: „Ja, ich habe versucht, Pecco zu überholen und dann hat er die Position zurückerobert. Zum Glück mischte sich später auch Brad ein, ich ging das Risiko ein, hineinzugehen. Ich dachte, er würde mich noch einmal überholen, aber ich habe viel aufgeholt und er hat es nicht geschafft. Von da an versuchte ich zu pushen, Brad hatte ein gutes Tempo und Maverick auch, bevor er zurückfiel. Ja, die erste Runde war wichtig„.

Abschließend erläuterte der Madrilene seine Mentalität im Hinblick auf das morgige letzte Rennen: „Heute habe ich gefeiert, es brauchte Bälle. Ich möchte den Moment genießen. Morgen wird es hart. Die Chancen, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, sind gering, aber heute müssen wir glücklich sein. Morgen werden wir sehen, wenn ich es nicht mit nach Hause nehme, bin ich auf jeden Fall zufrieden mit dem, was ich mache„.

Foto: Prima Pramac Racing