Der bemerkenswerte Abwesende an den beiden Testtagen in Jerez ist zweifellos Toprak Razgatlioglu. Yamaha ließ ihn bekanntlich nicht gleich auf die BMW M 1000 RR einsteigen. Der Superbike-Champion 2021 muss bis zum 4. Dezember warten, um das neue Motorrad zu testen. Er wird es in Portimao und dann auch in Jerez an den Tagen 5-6 tun.
Superbike, Jerez-Test: Was zwischen Yamaha und Razgatlioglu passiert ist
Razgatlioglu hatte letztes Wochenende nette Worte für Yamaha gefunden, war aber auch sehr enttäuscht. Angesichts dessen, was sie in den vier gemeinsamen Jahren erreicht hatten, erwarteten sie, dass es sofort grünes Licht geben würde, den BMW zu testen. Es wurde beschlossen, den am 30. November auslaufenden Vertrag durchzusetzen und zu verhindern, dass ein zukünftiger Konkurrent sofort auf das neue Motorrad steigt.
Nachdem diese erste Entscheidung getroffen worden war, erhielt Toprak von Yamaha einen neuen Vorschlag: die Erlaubnis, an dem für den 22. und 23. November in Jerez geplanten Test teilzunehmen. Wie jedoch Kollegen unter berichten Speedweekder Pilot lehnte diese Möglichkeit ab: „Der Abstand beträgt nur zehn Tage – er sagte – Das ist egal„. Er wird also das Auslaufen des Vertrags mit dem aktuellen Team abwarten und dann im Dezember die M 1000 RR testen.
Toprak will mit BMW gewinnen
Die Wahl von Yamaha war eine andere als die von Kawasaki, was Jonathan Rea stattdessen ermöglichte, die R1 sofort auszuprobieren. Razgatlioglu erwartete, dass ihm dasselbe widerfahren würde, aber er hat die Entscheidung zur Kenntnis genommen und kann nichts dagegen tun. Er ist es nicht gewohnt aufzugeben, er hat großes Vertrauen in sich selbst und auch in das Superbike-Projekt von BMW.
Auch wenn das deutsche Haus im Jahr 2023 nicht glänzte, glauben sowohl Toprak als auch sein Manager-Mentor Kenan Sofuoglu, dass sie diese Herausforderung gewinnen können. Wir werden sehen, ob der türkische Fahrer nächstes Jahr mit der M 1000 RR um Podestplätze und Siege kämpfen kann.
Foto: Pata Yamaha Prometeon