Fehlstart zum letzten Lauf der Superbike-Weltmeisterschaft in Jerez. Aufgrund der besonderen Bedingungen der Strecke, weder nass noch trocken, begaben sich in der Eröffnungssitzung nur vier Fahrer auf die Strecke, und sie fuhren nur sehr kurze Rundenzeiten: jeweils nur vier Runden. Alle anderen blieben in der Garage, da Tests unter diesen Bedingungen keine Anhaltspunkte für die Abstimmung gegeben hätten. Zur Erinnerung: Der Schnellste der vier war der Argentinier Leandro Mercado (auf dem Eröffnungsfoto), zurück auf der Honda des Mie Petronas-Teams. Er schnitt besser ab als Michael van der Mark, mit BMW und dem einzigen Offiziellen auf der Strecke, Wildcard Florian Alt (Honda Holzauer) und Oliver König (Kawasaki Orelac). Wir hoffen auf eine Verbesserung der Asphaltverhältnisse am Nachmittag: Das sind die Zeiten für die nächsten Sessions.
Herbst in Jerez, dieselbe alte Geschichte
Zu dieser Jahreszeit treten diese Probleme auf der andalusischen Rennstrecke sehr häufig auf. Die Nacht ist sehr feucht, auch ohne Niederschläge, und bei besonderen klimatischen Bedingungen wie heute erscheint der Asphalt morgens feucht oder fleckig: an manchen Stellen nass, an anderen trocken. Die Superbike-Teams wissen das gut, denn bei Wintertests passiert es oft. Unter diesen Umständen muss man bis zur Tagesmitte warten, bis die Sonne hervorschaut und den Asphalt trocknet. Folgendes könnte heute passieren: Die Möglichkeit, dass zumindest die zweite Sitzung unter normalen Bedingungen abgehalten werden kann, ist konkret.
Toprak gesperrt bis Dezember
Es war ein langweiliger Morgen für Fahrer und Teams. An der Box wird mehr über die Tests am nächsten Dienstag geredet als über diese nun offensichtliche Endrunde der Weltmeisterschaft: Alvaro Bautista sind nur noch zwei von 62 verfügbaren Punkten entfernt, um die Feierlichkeiten zu seinem zweiten Weltmeistertitel auszulösen. Nächste Woche werden wir die neuen Kombinationen eines 24er-Superbikes auf der Strecke sehen, die Glanz versprechen. Am meisten erwartet wird Jonathan Rea, der zum ersten Mal die Farben von Yamaha tragen wird, aber es besteht natürlich auch Interesse an Andrea Iannone, der nach einer vierjährigen Dopingpause auf die Strecke zurückkehrt (auch wenn es nur Tests sind). Nicolò Bulega, frischgebackener Superbike-Weltmeister, gibt sein Debüt auf der offiziellen Ducati. Allerdings wird Toprak Razgatlioglu fehlen und Yamaha verlassen und zu BMW wechseln. Aus vertraglichen Gründen wird der Türke erst am 4. Dezember in Portimao auf der M1000RR debütieren.

