Sucht Honda den Posten von Marc Marquez in Aprilia? Den Gerüchten der letzten Tage zufolge scheint sich etwas in diese Richtung zu bewegen. Wir sprechen insbesondere über Maverick Vinales und Miguel Oliveira, aber Aleix Espargaro, der heute mit Aprilia in Mandalika einen Rekord aufgestellt hat, machte auch einige Witze zu diesem Thema. Wir sind am Ende der Saison, aber trotz der Verträge ist immer noch von möglichen sensationellen Wechseln die Rede. Eine Möglichkeit, die nicht alle direkt Beteiligten bestritten haben…
Oliveira mit Honda und Aprilia?
Vor allem der portugiesische Fahrer ist in den Augen des japanischen Herstellers der Hauptkandidat, den Platz einzunehmen, den Marc Marquez freilassen wird. Razlan Razali bestritt dies kategorisch und sprach von einem soliden Vertrag für Oliveira mit Aprilia, aber viele Präzedenzfälle sagen uns, dass kein Vertrag narrensicher ist. „Er ist 2024 bei uns, es gibt keine Klausel, die besagt, dass er Aprilia oder RNF verlassen kann, wenn er ein Angebot von einem Werksteam hat.“ Die Frage der Klausel wurde jedoch von Oliveira während des Treffens mit Journalisten am Ende des Tages dementiert. „Honda ist ein großartiger Hersteller, er hat das Recht, Kontakt zu jedem aufzunehmen, den er möchte. Sie müssen aus dieser Situation herauskommen, das kann man ihnen nicht verübeln.“ Dann fügte Razali hinzu. Ob der Kontakt von Oliveira oder Honda kam, ist jedoch aufgrund der beiden unterschiedlichen Versionen der beteiligten Parteien nicht klar. „Eine verrückte Geschichte, wie immer“ schloss der RNF Aprilia-Chef.
Verrückter Schachzug … oder Chance?
Es dauerte lange, bis das Unternehmen Noale in der MotoGP mitreden konnte. In diesem Jahr dürfen wir nicht vergessen, dass Aprilia nach dem Verlust der Konzessionen ein „Übergangsjahr“ erlebt, sich aber dennoch mit all seinen Fahrern präsentiert. Auch Raul Fernandez, der interessante Wachstumszeichen zeigt. Mittlerweile ist die RS-GP ein sehr konkurrenzfähiges Motorrad, wohingegen man auf der RC213V ziemlich hart arbeiten muss, um Platzierungen zu erreichen, die oft weit vom Podiumsplatz entfernt sind. Wäre ein solcher Schritt wirklich ein guter Schachzug? Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der berücksichtigt werden muss: der Wunsch, sich selbst auf einem derzeit „unmöglichen“ Fahrrad herauszufordern, um es wieder an die Spitze zu bringen. Wahnsinn oder Chance?
Foto: Social-Miguel Oliveira