Die Kompetenz, das Lächeln, die Leidenschaft für Motorräder. Tamara Capicchioni ist eine der angesehensten Frauen im italienischen Motorradsport. Seit 15 Jahren ist es eine ständige Präsenz im Fahrerlager der italienischen Geschwindigkeitsmeisterschaft. Sie war eine der Ersten, wenn nicht vielleicht die Erste, die am CIV im technischen und kaufmännischen Bereich tätig war. Während Image-Girls, Pressesprecher, Hotel- und Logistikmanager schon immer dort waren, war es schwierig, Frauen in anderen Sektoren zu sehen. Heute gibt es noch ein paar mehr, man trifft auf Telemetrikerinnen und Mechanikerinnen, aber es sind immer noch wenige. Tamara Capicchioni, allen bekannt als „Pirellis Tami“, ist eine ausgezeichnete Fachfrau und eine sonnige Frau, mit der es immer eine Freude ist, sich zu unterhalten.
„Ich engagiere mich seit 15 Jahren im CIV – Tamara Capicchioni erzählt Corsedimoto – Ich habe 2008 angefangen. Ich beschäftige mich mit dem Verkauf und Vertrieb von Reifen auf der Rennstrecke. Es sind nur sehr wenige Frauen dauerhaft und über so viele Jahre hinweg bei der italienischen Meisterschaft anwesend. Meine größte Herausforderung bestand darin, in einem rein männlichen Umfeld berücksichtigt und respektiert zu werden.“
Sind Sie als Frau, die in der Reifenindustrie arbeitet, auf irgendwelche Schwierigkeiten gestoßen?
„Zuerst ja, weil eine Frau in einem Umfeld von Männern und Motoren akzeptiert werden muss, nicht einfach, aber jetzt, nach all den Jahren, fahre ich mit einem Tropfen Benzin. Ich liebe meinen Job, ich mache ihn mit Leidenschaft und Hingabe. Ich muss zugeben, dass die Arbeit mit Männern doch viel einfacher ist. Frauen sind komplizierter. Andererseits ist Geduld meine größte Tugend.“
Gibt es eine bestimmte Episode, an die Sie sich immer mit einem Lächeln erinnern?
„Ein ziemlich neuer Sieg: letztes Jahr, als Giannini die National Trophy 1000 gewann. Es war ein großartiger Sieg, der mich wirklich glücklich machte, aber wir hatten viele andere, an die ich im Moment nicht denken kann.“
Welcher von den verschiedenen Fahrern liegt Ihnen am meisten am Herzen?
„Schwierig, eine auszuwählen, viele. Ich habe es gekannt und wachsen sehen Viele mittlerweile berühmte Fahrer, die an WSBK- oder MOTOGP-Rennen teilnehmen oder jetzt ihre Helme an den Nagel gehängt haben und jetzt wichtige Teammanager sind.“
Welche Emotionen löst das Superbike bei Ihnen aus?
„Sie sind unbeschreiblich. Schon beim Anlassen der Motoren ertönt dieses übertriebene Dröhnen… Superbike ist Superbike: Es ist pure Leidenschaft, die Kategorie der Enthusiasten.“.
