Raffaele De Rosa „Wir sind nicht glücklich, überhaupt nicht“

Raffaele De Rosa Misano

Raffaele De Rosa hätte mit der Ducati Orelac Racing Verdnatura einer der Hauptprotagonisten der Supersport-Weltmeisterschaft werden sollen. Er nimmt seit zwanzig Jahren auf internationaler Ebene teil und hat an über 100 Grand-Prix-Meisterschaften teilgenommen: An Talent mangelt es ihm gewiss nicht. Stattdessen gibt es in diesem Jahr große Probleme. Derzeit liegt er mit 39 Punkten auf dem zwölften Platz der Weltrangliste. In den ersten Rennen hatte er nicht geglänzt, aber er hatte nicht allzu viel zu beanstanden. In Mandalika war er lange Zeit Vierter gewesen, bevor ihn ein Reifenproblem ausbremste. In Australien und Indonesien hatte er allerdings zwei siebte Plätze erobert. In Misano hingegen schloss er mit zwei Nullen ab. Letztes Jahr hatte er ebenfalls zu kämpfen, dann kam er mit einem Podiumsplatz in England wieder in Schwung, sodass er die Sache jetzt philosophischer angeht als im Jahr 2022.

„In Misano lief alles schlecht – sagt Raffaele De Rosa zu Corsedimoto – Im zweiten Rennen wurde ich von einem anderen Fahrer angefahren, wir reparierten das Motorrad und kamen zurück, um zu sehen, dass alles in Ordnung war. Wir müssen Donington wiedergutmachen.

Wie lebst du diesen Moment?

Offensichtlich sind das Team und ich überhaupt nicht zufrieden. Abgesehen vom bitteren Wochenende in Misano müssen wir aber schneller sein. Letzten Samstag habe ich im Qualifying einen kleinen Fehler gemacht, aber darüber hinaus müssen sowohl das Team als auch ich versuchen, konkurrenzfähiger zu sein.“

Letztes Jahr hatten Sie über den Ruhestand spekuliert.

„Ich weiß nicht, wie lange ich noch antreten werde. Ich bin in einem Alter, in dem ich nicht weiß, wie lange ich noch Rennen fahren werde. Es besteht Zweifel, ob am Ende der Saison weitergemacht oder aufgehört werden soll. Unnötig, etwas zu sagen, was ich vielleicht nicht tun werde. Ich werde am Ende der Meisterschaft entscheiden, was ich mache.

Foto Marco Lanfranchi